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Vorführung und Verkostung

Dienstag, 18. Februar 2014, 15:42 Uhr
Die derzeitige Sonderausstellung „trink|KULTUR“ im Museum Tabakspeicher, die bereits schon jetzt sehr erfolgreich ist und auch überregional große Beachtung findet, wird am 26 Februar, um 17 Uhr, durch eine weitere Veranstaltung attraktiver...

Werther (Foto: Tabakspeicher) Werther (Foto: Tabakspeicher)
Hans-Dieter Werther destilliert Branntwein im Museum Tabakspeicher.

„Hans-Dieter Werther wird den Alten Nordhäuser Bornewyn destillieren. Er führt dabei die einfache wie auch die wiederholte Destillation in einem Einblasenapparat vor. Dieses Verfahren kann ein drei oder vier Mal wiederholt werden, bis Branntwein von der gewünschten Stärke erzielt wird. Hat das edle Getränk erst einmal die Kühlschlange durchlaufen, kann es von den Gästen ausgiebig geprüft und genossen werden“, sagt Museumsleiter Jürgen Rennebach.

In DDR-Zeiten produzierte VEB Nordbrand Nordhausen diesen Kornbrand aus besonders ausgewählten Kornfeindestillaten in Spitzenqualität. Sein Alkoholgehalt beträgt 38 Volumen-Prozent. Auch wenn schon lange zuvor in Nordhausen Branntwein hergestellt wurde, so stammt seine erste urkundliche Erwähnung aus dem Jahre 1507.

In einem Ratsdekret vom 23. Dezember wird erstmals das Wort bornewyn (Branntwein) erwähnt: „Der glichen, wie eß mit dem bornewyne hinfur, eynne zinß daruff zu setze, gehalten sul werden.“ Der Satz bezeuge, dass es schon vor dieser Zeit eine Steuer auf Branntwein gab, also in Nordhausen Branntwein hergestellt wurde, so der Museumsleiter.

Im Tabakspeicher müsse jedoch niemand an diesem Nachmittag Branntweinsteuer zahlen. „Die Gäste dürfen sogar kosten und sich vom hervorragenden Geschmack des frisch gebrannten Bornewyns überzeugen! Darüber hinaus kann auch noch die Sonderausstellung besucht werden.“

Der Eintritt beträgt 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Vorbestellungen sind unter Telefon 03631-98 27 37 ab sofort möglich.
Autor: red

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