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Max ist gestürzt

Freitag, 14. Februar 2014, 15:47 Uhr
Max ist mit dem Fahrrad gestürzt – was nun? Ab sofort lernen die Vorschulkinder der Kindertagesstätte „Rappelkiste“in der Landgemeinde Harztor, was in Notsituationen zu tun ist und wie sie Erste Hilfe bei ihren Spielkameraden leisten.


Im Rahmen einer Projektwoche startete am 13. Februar der erste „Ersthelfer von morgen“-Kurs. In einer Einführungsstunde erklärten Claudia Schencke und Madeleine Franke, beide Erzieherinnen in der Johanniter-Kita „Rappelkiste“, was sterile Pflaster sind und wie man diese richtig auf eine Wunde klebt.

„Mit Rollenspielen, Rätselaufgaben und praktischen Übungen werden die Unterrichtseinheiten bunt und abwechslungsreich gestaltet“, erklärt Claudia Schencke. Dabei wird die Vorschulgruppe stets vom frechen Geschwisterpaar „Jona und Joni“ begleitet, die in der Ausbildung sogar als Handpuppen lebendig werden. In weiteren Übungseinheiten sollen die Fünf- und Sechsjährigen unter anderem lernen, wie die stabile Seitenlage funktioniert und wie ein Notruf abgesetzt werden muss.
Der Höhepunkt der ersten Lehreinheit war die Besichtigung eines echten Rettungswagens, in dem die Johanniterknirpse die Technik und Ausrüstung erklärt bekamen.

„Hinter dem Projekt steckt die Idee, dass die Kinder geschult werden, wie sie im Notfall schnell und richtig handeln. Weil das Engagement eines Ersthelfers oftmals über Leben und Tod entscheiden kann, ist es wichtig, auch Kinder frühzeitig mit dem Helfen vertraut zu machen – denn selbst unsere Kleinsten können in einer Notsituation eine große Hilfe sein. Nebenbei werden auch wichtige Sozialkompetenzen wie Mut und Zivilcourage vermittelt, sodass das mulmige Gefühl bei einem Notfall gar nicht erst entstehen kann", betont Kita-Leiterin Sabine Jentho.

Der Regionalverband Südharz/Burgenlandkreis der Johanniter-Unfall-Hilfe betreut täglich rund 530 Kinder in neun Kindertagesstätten, unterhält zwei ambulante Pflegedienste und vier Rettungswachen sowie drei Jugendgruppen. Das Engagement der Johanniter ermöglichen die rund 170 hauptamtlichen und die 85 ehrenamtlichen Helfer.
Autor: red

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