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Schmunzelnd zur Kenntnis genommen

Freitag, 14. Februar 2014, 10:40 Uhr
Es wird vorerst keine Probebohrungen im Alten Stolberg geben. Die unter Naturschutzbehörde des Landratsamtes hat das der Firme Knauf in Rottleberode versagt. Was aber sagt die dortige Werkleitung. Wir haben nachgefragt...


"Wir haben den Bescheid mit einem gewissen Schmunzeln zur Kenntnis genommen, gleiches gilt auch für die Stellungnahme des BUND, die heute in der nnz veröffentlicht wurde", sagt Knauf-Werkleiter André Materlik am Telefon.

Für ihn ist es kurios, dass der BUND, der noch im Jahr 2012 bei einem sogenannten Scoping-Termin mit dem Bergamt gefordert habe, dass die Firma den Nachweis erbringen soll, Gips mengengleich zu tauschen, nun die Versagung von Probebohrungen als Erfolg gewertet wird.

Ungeachtet des Bescheides aus dem Landratsamt wird Knauf das Planfeststellungsverfahren zum Flächentausch fortführen. Materlik betont noch einmal, dass es hierbei um keine Erweiterung von Abbauflächen geht, sondern um einen Flächentausch. Sollte sich erweisen, dass die avisierten Flächen eine nachweisliche Benachteiligung für den Naturschutz mit sich bringen, dann werde der Flächentausch nicht durchgeführt. Das wurde seitens des Unternehmens mehrfach betont.

Zum Einsatz von Recycling-Gips macht der Knauf-Werkleiter auch eine klare Ansage. Knauf in Rottleberode stellt für die Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Nordhausen in punkto Recycling von Gipsabfällen eine siebenstellige Summe zur Verfügung. Am Standort in Iphofen werde nur noch Recycling-Gips verarbeitet und auch in Rottleberode gibt es eine solche Produktionsstrecke.

Kurios ist auch, was die nnz in den zurückliegenden Wochen zu diesem Thema recherchierte: Aus fachlicher Sicht soll es hinsichtlich der beantragten Probebohrungen im Naturschutzgebiet Alter Stolberg keine Einwände gegeben haben. Und so fragen sich die Beobachter, welche Ebene im Landratsamt über der fachlichen verortet ist? Die politische Ebene und die befindet sich seit Wochen bereits vielleicht im Wahlkampfmodus.

Derweil geht man in Rottleberode weiter mit den Planungen zum Aufbau der neuen Produktionsstrecke. Hierzu haben die ersten neuen Knauf-Mitarbeiter bereits ihre Arbeitsverträge in der Tasche.
Peter-Stefan Greiner

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Autor: red

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