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Norbert Klodt: Jendricke ist die „Grenze“

Freitag, 14. Februar 2014, 10:00 Uhr
Die CDU im Landkreis Nordhausen will medial mal wieder in Erscheinung treten. Schließlich stehen in diesem Jahr wieder einige Wahlen an. Und dazu haben die Christdemokraten heute eine klare Ansage gemacht...


Erst einmal zur Kommunalwahl. Die Nordhäuser CDU will einen Wahlkampf angehen, der bei den Bürgern erst einmal gut ankommen soll, der aber auch eine ungeschönte Wahrheit als Angebot an den Bürger verstanden werden soll. Die Christdemokraten werden zum Beispiel keine Straßenbahn nach Krimderode anbieten. Der Status Quo in Nordhausen soll in den nächsten Jahren beibehalten werden. Aus Sicht der kommunalen Finanzen wird das schon eine schwierige Aufgabe sein, sagte Fraktionsvorsitzender Norbert Klodt.

Ortsvorsitzender Stefan Nüßle repetierte, dass Nordhausen vor allem im sozialen und kulturellen sowie sportlichen Bereich eine Magnetwirkung auf umliegende Regionen habe. Das sehe man unter anderem am Zuwachs der Einwohnerzahlen. Für Klodt und Nüßle ist klar, die begonnene Zusammenarbeit zwischen den Verwaltungen von Landkreis und der Stadt müsse fortgesetzt werden. Hier wünschen sich beide jedoch ein wenig mehr Tempo und vorzeigbare Ergebnisse. Synergien sollten auch zwischen den Landkreisen gesucht werden, die gemeinsame Leitstelle mit dme Kyffhäuserkreis sei ein Beispiel, könne aber nur der Beginn eines Prozesses sein.

Norbert Klodt kommt dann zur Sache: „Eine Situation mit einer isolierten SPD-Fraktion wollen wir uns nicht mehr leisten. Wir wollen, müssen und sollten uns nicht alle pausenlos umarmen und jeden Tag Kaffee trinken. Vielmehr sollten Mehrheiten gefunden werden, um Beschlüsse zum Wohle der Bürger gemeinsam durchzusetzen. Verändern kann den jetzigen Zustand die SPD nur selbst.“

Allerdings hegen die Christdemokraten dahingehend wenig Hoffnung, denn die Zusage der neuen SPD-Ortsvorsitzenden Barbara Rinke, auf alle demokratischen Parteien zugehen zu wollen, sei bislang eben nur eine Aussage gewesen. Die Nordhäuser CDU wünscht sich darüber hinaus eine SPD-Fraktion im Stadtrat, die fähig ist, mit anderen zusammen zu arbeiten. „Aus unseren Erfahrungen heraus ist das jedoch schwer, beinahe unmöglich, wenn Herr Jendricke weiter in Verantwortung in der Stadt ist. Es gibt – und das wissen wir aus Gesprächen mit SPD-Mitgliedern - auch in der Nordhäuser Sozialdemokratie Stimmen, die das als die Zerschlagung des gordischen Knotens sehen. Nur mit einem Abdanken von Herrn Jendricke könne darüber hinaus der unerträglicher Zustand auch im Rathaus beendet werden“, so Norbert Klodt.

Der Bürgermeister trage auch an der momentan „furchtbaren Atmosphäre“ in der Verwaltung die Schuld. Offenbar habe er die Wahlniederlage nicht verkraftet und die CDU-Fraktion im Stadtrat staune immer mehr, dass der Oberbürgermeister die Eskapaden seines Stellvertreters so hinnehme.
Peter-Stefan Greiner
Autor: red

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