nnz-online

Südharz-Hunderter ist volljährig

Dienstag, 11. Februar 2014, 08:50 Uhr
Insgesamt zehn Wanderfreunde begaben sich anlässlich des 18. Südharz-Hunderters am vergangenen Sonnabend auf die Strecke von oder anders gesagt, zwischen Nordhausen nach Halle. Initiator Bodo Schwarzberg berichtet...


Neun von uns starteten gegen 11:30 Uhr am Hauptbahnhof der Rolandstadt. Detlef Koch aus Berlin hingegen begann seine Wanderung zur selben Zeit am S-Bahnhof Halle-Nietleben. Er wanderte allein bis nach Grillenberg (km 51 bzw. 49), wo wir in Nordhausen Gestartete zum Abendbrot auf ihn trafen. Gemeinsam mit uns wanderte er dann zurück nach Halle.

Über die Ortschaften Steigerthal, Uftrungen, Breitungen, Agnesdorf, Questenberg, Hainrode, Großleinungen, Morungen, Wettelrode, Grillenberg, Hergisdorf, Eisleben, Unterrißdorf, Wormsleben, Lüttchendorf, Aseleben, Seeburg, Rollsdorf, Langenbogen und Köllme erreichte der größte Teil der Gruppe nach 25 Stunden den Halleschen S-Bahnhof am Rande der Dölauer Heide.

Der Wettergott war dabei auf unserer Seite: Nur gelegentlicher Sprühregen sorgte für kurzzeitige Feuchtigkeit. Auf Grund des herrschenden Tauwetters waren die Wege veilfach durchweicht, was vor allem die Auf- und Abstiege im Alten Stolberg erschwerte.
An der Heimkehle (km 16), in Questenberg (km 30), Grillenberg (km 49) und Aseleben (km 80), gab es Gaststätteneinkehren.

Drei Wanderfreunde erfüllten sich mit der erstmaligen Bewältigung der 100-km-Distanz einen großen Traum: Uta und Thomas Stritzel aus Nordhausen sowie Karina Brenn aus Leipzig heißen die Glücklichen. Drei Wanderfrauen sorgten diesmal übrigens für eine ausgesprochen hohe weibliche Teilnehmerquote.

Dabei mussten die Sportfreundinnen und -freunde vielfach über sich hinauswachsen, innere Grenzen, Müdigkeit und auch Schmerzen überwinden: "Wenigstens ist auf meinem Fuß kein Platz für neue Blasen mehr. Es sind schon zu viele", bemerkte eine Wanderfrau. Und ein anderer Teilnehmer kokettierte mit der durchwanderten Nacht: "Wir wandern die ganze Nacht hindurch, weil wir ungern früh aufstehen", sagte er.

Ein Wanderer beendete seine Tour nach 49 km in Grillenberg, zwei andere nach 64 km in Hergisdorf. Sie ließen sich gegen 3:30 am Sonntag von einem Taxi abholen.

Die weiteste Anreise hatte Jürgen Hadel aus Falkenstein im Vogtland. Detlef Koch reiste aus Berlin an. Weitere Teilnehmer kamen aus Köthen, Leipzig, Nordhausen und Wallhausen.

Die nächste Langstreckenwanderung führe ich im August diesen Jahres. Dann geht es wieder über den ganzen Harz von West nach Ost über 147 km.
Bodo Schwarzberg
Autor: red

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 nnz-online.de