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Probleme mit den Goldreserven

Montag, 03. Februar 2014, 16:30 Uhr
Die Deutsche Bundesbank verwaltet im Auftrag des deutschen Volkes derzeit Goldreserven in Höhe von 3.391 Tonnen. Dieses Gold wird jedoch nicht nur in Tresoren in Frankfurt verwahrt, sondern auch in den Zentralbanken in Paris, London und New York. Und das scheint ein Problem zu sein...


Ob es hier noch in vollem Umfang vorhanden ist, kann nicht belegt werden, denn Inventarlisten sind nicht vorhanden. Zur Sicherheit soll jetzt ein Teil des im Ausland lagernden Goldes wieder zurück nach Deutschland gebracht werden. Hierbei treten allerdings Probleme auf, die die Spekulationen über das womöglich nicht mehr vorhandene Gold erneut anheizen.

Das Gold der Deutschen, das als Währungsreserve dient, wurde Mitte des vergangenen Jahrhunderts aufgrund der hohen Außenhandelsüberschüsse von Deutschland erzielt. Gelagert wird dieses Gold zu 45 Prozent in New York, zu 13 Prozent in London und zu 11 Prozent in Paris. Der Grund für diese Auslagerung war, dass Deutschland so bei Währungsproblemen kurzfristig auf das vorhandene Gold zugreifen und im Ausland direkt in Devisen eintauschen konnte.

Gleichzeitig sind die Lagerkosten nach Aussagen der Bundesbank im Ausland günstiger als in Deutschland. Grundsätzlich ist gegen eine Lagerung im Ausland nichts einzuwenden. Allerdings sollte die Bundesbank in diesem Fall regelmäßig eine Bestandsaufnahme anhand der Inventarlisten durchführen, um die vorhandenen Goldreserven zu überprüfen. Wie der Bundesrechnungshof jedoch feststellte, ist eine solche Überprüfung über Jahrzehnte nicht erfolgt. Im Klartext heißt das, dass die Bundesbank per heute nicht belegen kann, welche Barren in welchem Umfang noch in den Tresoren im Ausland lagern.

Deutsches Gold wird zurück geholt

Nach der Rüge durch den Bundesrechnungshof haben sich die Deutsche Bundesbank sowie die Bundesregierung darauf verständigt, einen Teil des Goldes zurück nach Deutschland zu holen. Das Goldlager in Paris soll sogar vollständig aufgelöst werden, denn zur Währungssicherung wird heute kein Gold mehr in Frankreich benötigt. Bis zum Jahr 2020 will die Bundesbank nun gut 300 Tonnen Gold aus New York nach Deutschland fliegen, aus Paris sollen 374 Tonnen kommen.

Diese Beförderung dürfte eigentlich kein Problem darstellen, denn schon 2000 und 2001 wurden gut 940 Tonnen Gold aus London nach Deutschland geflogen. Für die Bundesbank jedoch ist diese Rückholung nach eigenen Worten eine enorme logistische Herausforderung, die trotz Hilfe der Bank für internationalen Zahlungsausgleich BIZ einer monatelangen Vorbereitung bedarf. Im Herbst 2013 konnten daher lediglich 37 Tonnen Gold nach Deutschland zurück befördert werden. 32 Tonnen von dieser Lieferung stammten aus Paris, da die Beförderung hier wohl einfacher zu lösen war. Lediglich fünf Tonnen kamen aus New York nach Frankfurt. Damit hat die Bundesbank ihr Ziel, pro Jahr gut 80 Tonnen zurückzuholen, deutlich verfehlt.

Unklarheiten bei der Einschmelzung

Nun stellt sich für viele Experten die Frage, warum nur so geringe Mengen Gold aus New York geliefert werden konnten. An logistische Probleme glaubt in diesem Zusammenhang niemand. Vielmehr wird befürchtet, dass die Lager in Paris weitgehend leer sind und die Fed das Gold nicht mehr liefern kann. Es ist nun notwendig, neues Gold am Markt zu besorgen, um Deutschland beliefern zu können.

Um diese Tatsache zu verschleiern, sollen die alten deutschen Barren umgeschmolzen werden. Offiziell entsprechen sie nicht mehr dem LGD-Standard, der jedoch für eine optimale Lagerung notwendig ist. Die historischen Barren werden somit eingeschmolzen und auf eine einheitliche Größe gebracht. Die ehemaligen Barrennummern sind so nicht mehr sichtbar, was eine nachvollziehbare Bestandsaufnahme unmöglich macht. Handelt es sich hier also wirklich um deutsches Gold in der vorgeschriebenen Reinheit? Belege hierfür gibt es nicht.

Klarheit für die Anleger

Aufgrund der vorhandenen Tatsachen gibt es zahlreiche Fragen über die deutschen Goldreserven, die die Bundesbank jedoch auch auf Nachfrage nicht beantworten möchte. Hier wird womöglich auf Zeit gespielt, um die Reserven wiederzubeschaffen und der Fed Zeit zu geben, diese zu ersetzen.

Um dies öffentlich zu machen, müssen sich deutsche Bürger zusammentun, denn schließlich geht es hier nicht um Vermögen der Bundesbank, sondern um Vermögen des deutschen Volkes. Wenn auch Sie ihren Teil beitragen möchte, nutzen Sie die Petition: „Holt unser Gold heim – für die Rückführung des Goldes der Bundesbank“ und erheben Sie Ihre Stimme. Über die Petition wollen wir die Bundesbank zwingen, Antworten zu liefern und Klarheit zu schaffen. Dies jedoch ist nur mit vielen Menschen möglich, die gemeinsam für das Recht kämpfen.
Autor: red

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