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Kaufkraft für die Südharz-Region

Montag, 03. Februar 2014, 08:27 Uhr
Bei Knauf in Rottleberode laufen die Vorbereitungen auf die 30-Millionen-Euro-Investition auf Hochtouren. Hier soll in den kommenden Monaten eine Fertigungslinie für ein neues Produkt etabliert werden, die den deutschen und den europäischen Markt mit Gipsfaserplatten beliefern soll...


Werkleiter André Materlik rechnet damit, dass schon im April mit den ersten Tiefbauarbeiten begonnen werden kann. Parallel dazu werden die Ausschreibungen für den Hochbau und den Einbau der Produktionslinie erarbeitet.

Am Rottleberöder Standort sollen nach Fertigstellung Gipsfaserplatten, sogenannte Brio-Platten, produziert werden. Bei diesem Produkt handelt es sich um ein Papier-Gips-Gemisch, das eine wesentlich höhere Festigkeit aufweist, als andere Produkte. Auch deshalb wird es als Fußbodenelement, vor allem bei der Altbausanierung verwendet. Wenn die neue Anlage in Rottleberode voll in Betrieb gegangen ist, sollen jährlich fünf Millionen Quadratmeter Gipsfaserplatten den Südharzer Standort verlassen.

Neben der Sicherung und Erweiterung des Standortes in Rottleberode bringt die Investition auch eine wesentliche Entspannung für den Arbeitsmarkt im gesamten Südharz. Hier werden bis zu 70 neue Arbeitsplätze entstehen, deren Lohnniveau sehr deutlich über dem geplanten Mindestlohn der Bundesregierung angesiedelt ist. “Wenn alle neuen Arbeitsplätze besetzt sind, dann werden die Landkreise Mansfeld Südharz und Nordhausen zusätzlich über mehr als zwei Millionen Euro versteuerbares Einkommen verfügen”, rechnet Materlik vor, der von rund 30.000 Euro Lohnkosten pro Arbeitsplatz ausgeht.

Und nicht zuletzt wird gut die Hälfte der 30 Millionen Euro, die in Rottleberode investiert werden sollen, in der Region bleiben. Denn auch das gehört zur Philosophie der familiengeführte Unternehmensgruppe, dass die Aufträge möglichst in der jeweiligen Region bleiben sollen und somit dort für Arbeit sorgen können.
Autor: red

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