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Rekordmeister sorgt für Ende der Heimserie

Sonntag, 02. Februar 2014, 12:22 Uhr
Sieben Jahre Bundesligazugehörigkeit ohne Heimniederlage haben für die Nordhäuser Boxer nun ein Ende. An einer von Dramatik kaum zu überbietenden Boxnacht setzte sich der Rekordmeister aus Velbert knapp mit 9:7 in der Ballspielhalle durch. Der ausführliche Bericht von Johann Reinhardt...

Holte den einzigen Sieg (Foto: Karsten Thorhauer) Holte den einzigen Sieg (Foto: Karsten Thorhauer)

Den einzigen Sieg auf Seiten des NSV-Teams holte Clarence Goyeram (Bild). Cheftrainer Konrad Werner richtete den Blick der Mannschaft schon wieder auf den nächsten Heimkampf in knapp drei Wochen gegen Babelsberg.

In drei Gewichtsklassen musste Konrad Werner sein Team im Vergleich zum Auswärtskampf in Straubing umbauen. Dem NSV fehlte im Kampf gegen den Velberter Rekordmeister ihr ungarischer Leistungsträger Balasz Bacskai, der ein Turnier in der Heimat bestritt.

„Gleichzeitig haben wir uns aber mit ihm verständigt, dass er uns für die drei restlichen Kämpfe zu Verfügung steht“, blickte Mannschaftsleiter Michael Döring voraus. Für Bacskai, der zuletzt im Mittelgewicht eingesetzt wurde, rückte Meriton Rexhepi wie schon im Hinkampf gegen Velbert in die Mannschaft. Ebenfalls kam Angelo Welp zurück ins Team, wurde aber diesmal anstatt etatmäßig im Halbwelter- im Weltergewicht eingesetzt, sodass Sebastian Günther nach seinem Sieg in Straubing eine Verschnaufpause erhielt. Den dritten Wechsel stellte Schwergewichtler Artur Mann anstelle von Eugen Waigel dar.

Ansonsten blieb in den unteren beiden Gewichtsklassen im Vergleich zum Straubing-Kampf alles unverändert: Erneut erhielten die beiden Schweden Salomo N´tuve (Leichtgewicht) und Clarence Goyeram (Halbwelter) das Vertrauen und wussten dies auch zurückzuzahlen.

Machte ein Unentschieden (Foto: Karsten Thorhauer) Machte ein Unentschieden (Foto: Karsten Thorhauer)

Nachdem N´tuve (Bild) gegen den ebenfalls in dieser Saison starken Enrico La Cruz ein Unentschieden errang, holte Clarence Goyeram in seinem zweiten Einsatz für Nordhausen etwas überraschend seinen ersten Sieg. Gegen den mehrmaligen Deutschen Meister Eugen Burhard riss er die über 1000 frenetisch anfeuernden Nordhäuser Fans mit und brachte die NSV-Boxer zwischenzeitlich mit 7:6 in Front.

Im dritten Kampf, dem Weltergewicht bis 70 Kilogramm, war Angelo Welp gefordert. „Nachdem er noch gegen Straubing ausfiel, haben wir ihn jetzt in einer höheren Gewichtsklasse aufgestellt. Er soll seine Schnelligkeit gegen den größeren Cihan Calik ausspielen“, sagte Cheftrainer Werner. Nachdem Welp schon die ersten beiden Runden verlor und zweimal angezählt wurde, kämpfte er sich zurück, landete ein atemberaubendes Comeback und setzte Treffer um Treffer, doch die Punktrichter entschieden auf ein knappes 2:1 Urteil für Calik.

Nach der Halbzeitpause waren beim Stand von 7:7 noch Meriton Rexhepi, Leon Bunn und Artur Mann gefordert, um die Nordhäuser Heimserie aufrechtzuerhalten. Rexhepi boxte wie schon in Velbert erneut gegen Stefan Härtel. Nachdem er die ersten beiden Runden gut mithielt, spielte Härtel seine Routine aus und gewann deutlich mit 3:0 nach Punkten. Halbschwergewichtler Leon Bunn blieb auch in seinem vierten Saisonkampf für den NSV unbesiegt, verpasste durch ein Unentschieden gegen Denis Radovan aber den Punkt zum zwischenzeitlichen Ausgleich. Trotzdem präsentierte sich der Frankfurter erneut gut in Schuss. „Mit dem Urteil bin ich nicht einverstanden. Leon war klar der aggressivere in diesem Kampf“, sagte Werner über Bunn, der noch bei den Deutschen Meisterschaften gegen Radovan verlor und ihn diesmal an den Rand einer Niederlage brachte.

Nun lag es an Schwergewichtler Artur Mann noch das scheinbar Unmögliche möglich zu machen und durch einen Sieg gegen Gottlieb Weiss im letzten Kampf das 8:8-Unentschieden zu holen. Letztlich gab es auch im Schwergewicht einen engen Kampf, der mit einem 2:1 Urteil für den Velberter Weiss endete. Ein aufgrund fehlender klarer Treffer des Nordhäusers vertretbares Urteil, dass das Ende der Nordhäuser Serie mit noch keinem verloren Heimkampf in sieben Jahren Ligazugehörigkeit bedeutete.

„Trotz der Niederlage müssen wir uns schnell auf die kommenden Aufgaben konzentrieren. In drei Wochen kommt Babelsberg zu uns, da wollen wir die nächste Serie starten. Ziel bleibt ein Platz unter den besten drei in der Tabelle“, kündigte ein kämpferischer Cheftrainer an.
Johann Reinhardt
Autor: red

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