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Filme in der DDR

Donnerstag, 30. Januar 2014, 16:49 Uhr
„Die Mauer – 2011 wäre das größte Monument deutscher Teilung 50 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass hat das Wilhelm- Fraenger-Institut im Auftrag der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED Diktatur eine Plakatausstellung zum Thema „Freiheit und Zensur – Filmschaffen in der DDR zwischen Anpassung oder Opposition“ konzipiert.

Anhand ausgewählter DEFA-Filme aus der staatlichen DDR-Produktion werden jüngere Geschichte (1946– 1990) und die Einflussnahme der DDR-Politik auf Film, Kultur und Gesellschaft dargestellt. Neben den Filminhalten wird die Zeitgeschichte betrachtet und ein politischer Kontext hergestellt. Für die unterhaltende Komponente wurde die fiktive Figur des „Film-Atze“ geschaffen, für dessen Kommentare der bekannte Satiriker Peter Ensikat verantwortlich zeichnet. Er dient als Bindeglied zwischen Filmerzählung, Zeitgeschichte und persönlichem Erleben und transportiert die Befindlichkeiten der Menschen einer bestimmten Epoche. Auf diese Weise entstand eine Ausstellung, in der Filme den Ausgangspunkt bilden, um historische Fakten und Hintergründe einmal anders zu vermitteln.“

Der Eröffnungsvortrag von Dr. Claus Löser wird 40 DEFA-Jahre Revue passieren lassen und anhand von Filmausschnitten zeigen, wo sich durchaus innenpolitischen Brüche vollzogen bzw. auf welche Weise diese sich in den Filmen niederschlugen.
Zwischen 1946 und 1990 wurden bei der DEFA mehr als 750 abendfüllende Spielfilme gedreht, hinzu kommen mehrere tausend Kurz-, Animations- und Dokumentarfilme. Dieser lange Zeitraum und die enorme Menge des dabei angehäuften filmischen Materials können nicht pauschal bewertet werden. Eine differenzierte Betrachtung ist notwendig. Sie wird mit zunehmendem historischem Abstand auch mehr und mehr möglich.“

Herzlich laden Sie die RAG Thüringen der bundesweiten Vereinigung „Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V.“, die Stadt Nordhausen, die Thüringer Landeszentrale für politische Bildung, das Politisches Bildungsforum Thüringen der Konrad-Adenauer- Stiftung und der „Förderverein Flohburg e.V.“ im Stadthistorischen Museum „Flohburg | Das Nordhausen Museum“ ein sich diesem Teil der DDR-Geschichte zu widmen.

Die Ausstellung wird präsentiert vom 4. Februar bis zum 6. April 2014 mit einem umfangreichen Kino-Begleitprogramm, welches Sie unter www.nordhausen.de – „FLOH BURG | Das Nordhausen Museum“ – abrufen können.
Autor: nnz

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