Crystal-Konsum geht nach oben
Mittwoch, 29. Januar 2014, 12:30 Uhr
Seit rund drei Jahren hat der Konsum von Crystal-Meth auch im Landkreis Nordhausen dramatisch zugenommen. Bis zum Jahr 2000 wurden vorwiegend Amphetamine (Szenebegriff: Speed, Pep) konsumiert. Seit dieser Zeit setzte sich das Meth-Amphetamin Crystal mehr und mehr durch...
Schon 2012 hatte Crystal die vorhergehenden Amphetamine vollständig verdrängt. Neben dem THC ist nun Crystal zur konsumierten Hauptsubstanz im illegalen Drogenbereich geworden.
Da das Meth-Amphetamin um einiges wirkungsvoller ist, ist die Gefahr der Abhängigkeitsentwicklung ebenfalls um einiges Höher. Einige User berichteten, dass sie schon nach wenigen Konsumeinheiten abhängig waren. Suchtexperten bezeichnen Crystal, als die zurzeit gefährlichste Droge auf dem Deutschen Markt. Die offenen Grenzen nach Tschechien beschleunigten den Prozess.
Während die Polizei weiterhin hauptsächlich die bekannten Drogen, wie Kokain, Amphetamin und THC sicherstellt, werden Meth – Amphetamine oft nur in geringen Mengen konfisziert. Im Gegensatz dazu machen sowohl die Mitarbeiter der Beratungsstelle, als auch Suchtfachkliniken, die Erfahrung, dass sie fast ausschließlich nur noch Crystalabhängige beraten und behandeln.
Die Crystal Szene verfügt über keine traditionellen Händlersysteme. Viele Konsumenten fahren selbst nach Tschechien und kaufen dort für sich und eventuell noch für Bekannte ein. Hier entstand ein sogenannter Ameisenhandel, der schwer zu kontrollieren ist.
2013 hat die Zahl der Crystalkonsumenten, welche Hilfe in unserer Beratungsstelle suchten, zum ersten mal die Zahl der Cannabiskonsumenten übertroffen.
Grafik (Foto: Diakonie)
Wie bei allen anderen Suchtformen ist es auch hier wichtig, sich seiner Abhängigkeit bewusst zu werden und Hilfe zu suchen. Die Suchtberatungsstelle der Diakonie bietet anonyme Beratungsmöglichkeit. Menschen die feststellen, dass sie selbst oder Angehörige und Bekannte, ein Suchtproblem haben, können sich vertrauensvoll an einen oder eine Mitarbeiter/In unserer Beratungsstelle wenden.
Je früher Hilfe gesucht und angenommen wird, umso wirkungsvoller kann geholfen werden. Die Aussage, dass ein Suchtkranker erst in der Gosse liegen muss, bevor ihm geholfen werden kann, ist dabei nicht hilfreich. Entscheidend ist, wie bei jeder anderen Erkrankung auch, dass ein Suchtkranker seine Krankheit und sein Problem wahrnimmt und ernst nimmt.
Dirk Rzepus, Leiter des Suchthilfezentrums der Diakonie/Suchttherapeut
Hilfe und Beratung
Dirk Rzepus
Suchthilfezentrums der Diakonie/Suchttherapeut
Schackenhof 2
99734 Nordhausen
Tel. 03631/467161
Fax 03631/467169
E-Mail suchtberatung@diakoniewerk.com
Autor: redSchon 2012 hatte Crystal die vorhergehenden Amphetamine vollständig verdrängt. Neben dem THC ist nun Crystal zur konsumierten Hauptsubstanz im illegalen Drogenbereich geworden.
Da das Meth-Amphetamin um einiges wirkungsvoller ist, ist die Gefahr der Abhängigkeitsentwicklung ebenfalls um einiges Höher. Einige User berichteten, dass sie schon nach wenigen Konsumeinheiten abhängig waren. Suchtexperten bezeichnen Crystal, als die zurzeit gefährlichste Droge auf dem Deutschen Markt. Die offenen Grenzen nach Tschechien beschleunigten den Prozess.
Während die Polizei weiterhin hauptsächlich die bekannten Drogen, wie Kokain, Amphetamin und THC sicherstellt, werden Meth – Amphetamine oft nur in geringen Mengen konfisziert. Im Gegensatz dazu machen sowohl die Mitarbeiter der Beratungsstelle, als auch Suchtfachkliniken, die Erfahrung, dass sie fast ausschließlich nur noch Crystalabhängige beraten und behandeln.
Die Crystal Szene verfügt über keine traditionellen Händlersysteme. Viele Konsumenten fahren selbst nach Tschechien und kaufen dort für sich und eventuell noch für Bekannte ein. Hier entstand ein sogenannter Ameisenhandel, der schwer zu kontrollieren ist.
2013 hat die Zahl der Crystalkonsumenten, welche Hilfe in unserer Beratungsstelle suchten, zum ersten mal die Zahl der Cannabiskonsumenten übertroffen.
Grafik (Foto: Diakonie)
Wie bei allen anderen Suchtformen ist es auch hier wichtig, sich seiner Abhängigkeit bewusst zu werden und Hilfe zu suchen. Die Suchtberatungsstelle der Diakonie bietet anonyme Beratungsmöglichkeit. Menschen die feststellen, dass sie selbst oder Angehörige und Bekannte, ein Suchtproblem haben, können sich vertrauensvoll an einen oder eine Mitarbeiter/In unserer Beratungsstelle wenden.
Je früher Hilfe gesucht und angenommen wird, umso wirkungsvoller kann geholfen werden. Die Aussage, dass ein Suchtkranker erst in der Gosse liegen muss, bevor ihm geholfen werden kann, ist dabei nicht hilfreich. Entscheidend ist, wie bei jeder anderen Erkrankung auch, dass ein Suchtkranker seine Krankheit und sein Problem wahrnimmt und ernst nimmt.
Dirk Rzepus, Leiter des Suchthilfezentrums der Diakonie/Suchttherapeut
Hilfe und Beratung
Dirk Rzepus
Suchthilfezentrums der Diakonie/Suchttherapeut
Schackenhof 2
99734 Nordhausen
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Fax 03631/467169
E-Mail suchtberatung@diakoniewerk.com
