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Wahlprogramm vorgelesen

Dienstag, 21. Januar 2014, 18:34 Uhr
Es ist traditionell dem Deutschen Gewerkschaftsbund vorbehalten, den Reigen der Neujahrsempfänge zu beschließen. Heute war es wieder soweit. Beim Nordhäuser DGB heißt das alles: Neujahrstreffen in den Rolandstuben...

Neujahrstreffen des Nordhäuser DGB (Foto: nnz) Neujahrstreffen des Nordhäuser DGB (Foto: nnz)

Begrüßt wurden die zahlreichen Gäste von Martin Fischer, der eingangs des Superwahljahres an das Recht zur Wahl erinnerte. Mit einer hohen Wahlbeteiligung könne man verhindern, dass radikale Parteien Einzug in Parlamente und kommunale Gremien halten.

Renate Licht, die Thüringer DGB-Chefin, war erneut zu Gast in der Rolandstadt und erneut erlaubte sich die Gewerkschafterin einen politischen Ausblick auf das Jahr. Insbesondere fiel der Blick auf die bevorstehende Europawahl und sie konstatierte dabei, dass es Deutschland gut gehe.

Vielen anderen Ländern und den dortigen Arbeitnehmern auf diesem Kontinent jedoch nicht. Und damit könne die Wirtschaftskrise zu einer Europa-Krise erwachsen. Der DGB will ein demokratisches, ein sozial orientiertes Europa erreichen. Dies müsse das Ziel aller Parteien sein, so Licht, die diese Allgemeinplätze wie ein Wahlkampfprogramm vom Zettel ablas. Und dann war sie auch schon am Ende ihrer Worte. Kein Wort zu Thüringen, kein Wort zu Nordthüringen. Kein Wort zur Situation der Arbeitnehmer vor Ort. Da kann man nur hoffen, dass im nächsten Jahr nicht gewählt wird. Auch wenn scheinbar alles in Ordnung ist.

Eine Diskussion kam bei derartiger Hochpolitik naturgemäß nicht auf, dafür wurden während des Wartens auf das Büfett die neuesten Informationen ausgetauscht. Wohl bekomms...
Peter-Stefan Greiner
Autor: red

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