Deutlich verschlechtert
Montag, 20. Januar 2014, 07:14 Uhr
Seit dem Fahrplanwechsel am 15. Dezember hat sich das Angebot des Nordhäuser Nahverkehrs aufgrund eines Sparbeschlusses des Nordhäuser Stadtrates am Wochenende massiv verschlechtert...
Mit dem Ziel, eine Einsparung von 80.000 Euro pro Jahr zu erwirtschaften, wurde der bisherige 20-Minuten-Takt der beiden Straßenbahnlinien Samstag und Sonntag auf einen 30-Minuten-Takt reduziert. Die Stadtbuslinien verkehren an Sonntagen nur noch als Rufbus.
Mit den Einschränkungen hat sich die Erreichbarkeit von Zielen in der Nordhäuser Oberstadt, darunter des wichtigen Ziels Klinikum, an Wochenenden drastisch verschlechtert, sagt die Initiative "Höchste Eisenbahn für den Südharz". Die Züge der Südharzstrecke kommen in Nordhausen wie gewohnt stündlich zur Minute .15 an, die Straßenbahn der Linie 1 fährt aber nun erst zur Minute .44 in die Oberstadt und zum Klinikum ab.
Eine Wartezeit von 30 Minuten macht diese Verbindung völlig unattraktiv. In der Gegenrichtung verhält es sich nicht anders: Die Straßenbahn vom Krankenhaus kommt zur Minute .13 am Bahnhof an, die Regionalbahn nach Northeim fährt zur Minute .38 ab – Wartezeit satte 25 Minuten.
Vom Klinikum herunter verhält es sich ähnlich, wobei hier noch die schlechte Merkbarkeit unterschiedlicher Abfahrtsminuten dazu kommt (Hinketakt). Während die Bürger aus Ilfeld und Niedersachswerfen ihr gewohntes Angebot behalten haben, gucken die Ellricher, Wofflebener oder aber die Besucher aus Walkenried und anderen Orten des Kreises Osterode in die Röhre.
An Samstagen verkehrt – nicht passend zum Takt der Straßenbahn – die Stadtbuslinie A zum Pferdemarkt weiterhin alle 20 Minuten. Mit einer Abfahrt zur Minute .23 ab Bahnhofsplatz bietet sie eine zwar leicht umwegige, aber immerhin passende Abfahrt nach Ankunft der Züge aus Richtung Northeim an, wobei man allerdings zwar die eigentliche Altstadt, nicht jedoch das Klinikum erreicht.
Umgekehrt erreicht die Linie A den Bahnhof zur Minute .20, dies allerdings nur bis 17.20 Uhr, und vermittelt Anschluss zu den um .38 abfahrenden Zügen. An Sonntagen verkehrt der A-Bus nur stündlich und dies als vorher zu bestellender Rufbus und scheidet als Alternative damit aus.
Während die Erreichbarkeit des anderen für die Anlieger der Südharzstrecke relevanten Krankenhauses in Herzberg am Harz durch die Einrichtung einer neuen Buslinie mit zum Taktknoten Herzberg passenden Fahrzeiten auch am Wochenende verbessert wurde, geht man in Nordhausen nun den umgekehrten Weg und hängt das Krankenhaus von der Südharzstrecke ab.
Welche Bedeutung der Beschluss der Stadträte für die Zukunft der Nordhäuser Straßenbahn generell hat, wird man aus Sicht der Initiative abwarten müssen. Denn auch die Züge nach und von Erfurt – Sondershausen, die ähnliche Ankunfts- und Abfahrtsminuten in Nordhausen wie die der Südharzstrecke haben, wurden mit der angesprochenen Entscheidung der Stadträte am Wochenende von der Straßenbahn abgehängt.
Michael Reinboth
Autor: redMit dem Ziel, eine Einsparung von 80.000 Euro pro Jahr zu erwirtschaften, wurde der bisherige 20-Minuten-Takt der beiden Straßenbahnlinien Samstag und Sonntag auf einen 30-Minuten-Takt reduziert. Die Stadtbuslinien verkehren an Sonntagen nur noch als Rufbus.
Mit den Einschränkungen hat sich die Erreichbarkeit von Zielen in der Nordhäuser Oberstadt, darunter des wichtigen Ziels Klinikum, an Wochenenden drastisch verschlechtert, sagt die Initiative "Höchste Eisenbahn für den Südharz". Die Züge der Südharzstrecke kommen in Nordhausen wie gewohnt stündlich zur Minute .15 an, die Straßenbahn der Linie 1 fährt aber nun erst zur Minute .44 in die Oberstadt und zum Klinikum ab.
Eine Wartezeit von 30 Minuten macht diese Verbindung völlig unattraktiv. In der Gegenrichtung verhält es sich nicht anders: Die Straßenbahn vom Krankenhaus kommt zur Minute .13 am Bahnhof an, die Regionalbahn nach Northeim fährt zur Minute .38 ab – Wartezeit satte 25 Minuten.
Ellrich, Woffleben besonders betroffen
Der Halbstundentakt der Straßenbahn richtet sich am Wochenende nach den Fahrzeiten der Linie 10 von und nach Ilfeld. Da diese am Bahnhof jeweils zur Minute .14 abfährt, ergibt sich notwendiger Weise eine Abfahrt der Straßenbahn zur Minute .44.Vom Klinikum herunter verhält es sich ähnlich, wobei hier noch die schlechte Merkbarkeit unterschiedlicher Abfahrtsminuten dazu kommt (Hinketakt). Während die Bürger aus Ilfeld und Niedersachswerfen ihr gewohntes Angebot behalten haben, gucken die Ellricher, Wofflebener oder aber die Besucher aus Walkenried und anderen Orten des Kreises Osterode in die Röhre.
An Samstagen verkehrt – nicht passend zum Takt der Straßenbahn – die Stadtbuslinie A zum Pferdemarkt weiterhin alle 20 Minuten. Mit einer Abfahrt zur Minute .23 ab Bahnhofsplatz bietet sie eine zwar leicht umwegige, aber immerhin passende Abfahrt nach Ankunft der Züge aus Richtung Northeim an, wobei man allerdings zwar die eigentliche Altstadt, nicht jedoch das Klinikum erreicht.
Umgekehrt erreicht die Linie A den Bahnhof zur Minute .20, dies allerdings nur bis 17.20 Uhr, und vermittelt Anschluss zu den um .38 abfahrenden Zügen. An Sonntagen verkehrt der A-Bus nur stündlich und dies als vorher zu bestellender Rufbus und scheidet als Alternative damit aus.
Während die Erreichbarkeit des anderen für die Anlieger der Südharzstrecke relevanten Krankenhauses in Herzberg am Harz durch die Einrichtung einer neuen Buslinie mit zum Taktknoten Herzberg passenden Fahrzeiten auch am Wochenende verbessert wurde, geht man in Nordhausen nun den umgekehrten Weg und hängt das Krankenhaus von der Südharzstrecke ab.
Welche Bedeutung der Beschluss der Stadträte für die Zukunft der Nordhäuser Straßenbahn generell hat, wird man aus Sicht der Initiative abwarten müssen. Denn auch die Züge nach und von Erfurt – Sondershausen, die ähnliche Ankunfts- und Abfahrtsminuten in Nordhausen wie die der Südharzstrecke haben, wurden mit der angesprochenen Entscheidung der Stadträte am Wochenende von der Straßenbahn abgehängt.
Michael Reinboth
