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Sanierung des Gaswerkgeländes mit studentischer Hilfe

Freitag, 27. April 2001, 13:03 Uhr
Nordhausen (nnz). Etwas Pikanterie voraus: Der nnz lag bereits gestern die Begründung zur Einstellung des Ermittlungsverfahrens vor, dem Betroffenen (Landrat) allerdings noch nicht. Deshalb konnte und wollte er dazu auch keine Stellung beziehen. Die nnz kam der Bitte von Joachim Claus gern nach, und stellte das entsprechende Material zur Verfügung.
Doch wie weiter mit der Gaswerkfläche und vor allem mit der Arbeit des Untersuchungsausschusses? In der nächsten Sitzung will Claus die Ausschußmitglieder über den Ausgang in Mühlhausen informieren und weitere Schritte vorschlagen. Gemeinsam mit dem Staatlichen Umweltamt Sondershausen soll nun über die Sanierung und die Nachnutzung der belasteten Flächen diskutiert werden. Hierbei könnte sich die Fachhochschule Nordhausen als nützlicher Helfer und Partner erweisen. Der Kreisverwaltung wurde bereits vor Wochen ein Projekt zum „Flächenrecycling“ der Hochschule angeboten. Gemeinsam mit dieser Initiative könnten dann die zu erwartenden Eigenanteile der Sanierungskosten unter 20 Prozent gesenkt werden. Für Landrat Claus habe das zwei Vorteile. So werde die Stadt Nordhausen von einer erheblichen Altlast befreit und es könne das wissenschaftliche Potential der Fachhochschule für die Praxis genutzt werden.
Auch für die Nachnutzung gebe es bereits einige Vorschläge. Zum einem könnten auf dem sanierten Gelände im Rahmen des Agenda-21-Prozesses kleinere Unternehmen angesiedelt werden, zum anderen könnten Musikschule und Kreisvolkshochschule eine Erweiterung vertragen. Ein Angebot in Richtung Stadt, das Gelände als Ausstellungsfläche für die Landesgartenschau zu nutzen, sei bisher nicht beantwortet worden.
Autor: nnz

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