nnz-online

Salza ließ sich erneut überraschen

Montag, 13. Januar 2014, 17:11 Uhr
„Voigtstedt ist zu Hause immer für eine Überraschung gut“, war in der Vorschau auf dieses Spiel in der Landesliga der Frauen zu lesen. Und Voigtstedt überraschte wieder...

Kegel-Landesliga der Frauen 120 Wurf

VfB Blau-Weiß Voigtstedt – TSG Salza 4:2 (1948:1946/8:8)

Nach dem 5:1-Erfolg in der letzten Saison gab man Tabellenführer TSG Salza auch diesmal wieder das Nachsehen, wenn auch diesmal denkbar knapp um nur zwei mehr gefallene Kegel. Salza führt zwar weiter die Tabelle an, doch der Vorsprung ist auf zwei Punkte geschrumpft.

Von der ersten bis zur letzten Kugel ging es in diesem Kampf eng und äußerst spannend zu und es zeichnete sich früh ab, dass es am Ende um jeden Kegel gehen würde. Im ersten Paar ein sicherer Sieg für Salza durch Kapitän Steffi Boenki. Aber Heike Hase konnte nicht an ihre zuletzt so starken Spiele anknüpfen und musste sich Laura Schulter, die mit 516 Holz Tagesbestleistung spielte ebenso deutlich beugen. 1:1 und nur eine winzige Salzaer Führung mit zwei Holz. Alles war damit noch offen.

Im zweiten Paar lösten sich dann in beiden Lagern mit schöner Regelmäßigkeit Jubel und entsetztes Stöhnen einander ab. Die Führung wechselte hin und her. Vor der letzten Bahn schien Salza aber dem Sieg ganz nahe. Ines Werner, die diesmal sehr unglücklich kämpfte, nur auf der ersten Bahn zu einem Unentschieden kam, hatte den Mannschaftspunkt zwar schon verloren aber konnte den Holzrückstand in engen Grenzen halten.

Ganz wichtig, denn Partnerin Toni Herrmann führte mit 2:1-Bahnsiegen und gutem Holzvorsprung recht sicher. Leider musste sie dann ihre Gegnerin wieder heran kommen lassen, rettete nur zehn Holz zum Einzelsieg. 2:2 damit in den Einzelspielen. Wohin würden die zwei restlichen sich aus der Gesamtholzzahl ergebenden Mannschaftspunkte wandern. Alles blickte zum Schluss auf Ines Werner.

Zwei Wurf noch und sie hatte das volle Bild vor sich. Es gelang ein guter Sechseranwurf und die drei verbliebenen Kegel standen dicht zusammen. Der eiligst errechnete Zwischenstand wies ein Plus von zwei Holz für Voigtstedt aus. Ein Kegel würde nicht reichen, zwei würden ein 3:3-Unentscheiden bringen, alle drei noch den Sieg für die Gäste. Der Druck war riesig und Ines scheiterte daran.

Ihre letzte Kugel rollte an der Dreier-Gruppe vorbei – Sieg für Voigtstedt. Doch es wäre unfair, Ines Werner allein die Schuld an der Niederlage zuzuweisen. Auch die drei anderen hatte ihre Schwächen, fanden nicht zur besten Form und hatten so Ines in diese fatale Situation gebracht. Die am Ende fehlenden winzigen drei Holz haben alle zusammen vergeben.
Uwe Tittel

Salza mit Steffi Boenki 1:0 (501:454/4:0), Heike Hase 0:1 (471:516/1,5:2,5), Toni Herrmann 1:0 (497:487/2:2), Ines Werner 0:1 (477:491/0,5:3,5)
Autor: red

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 nnz-online.de