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SPD erinnerte an Willy Brandt

Mittwoch, 18. Dezember 2013, 13:01 Uhr
Heute jährt sich der Geburtstag Willy Brandts zum 100. Mal. Ihm zu Ehren hatte der SPD Kreisverband Nordhausen in der vergangenen Woche zu einer Gedenkveranstaltung eingeladen...


Ein Mann, der die Menschen fasziniert und mitgenommen hat, aber auch ein Mensch der umstritten war und Widerstand erfahren musste. Willy Brandt blieb auch nach seinem Tod für die deutsche Sozialdemokratie Vorbild und Leitfigur.

Hauptrednerin an diesem Abend war die Thüringer Sozialministerin Heike Taubert, die von ihren eigenen Erinnerungen berichtete, was sie an Willy Brandt schätzte und warum er einer ihrer wenigen Vorbilder ist.

Im Vorfeld leiteten nach den Begrüßungsworten durch die Kreischefin Dagmar Becker die Vorsitzende der AG 60plus, Helga Uhl, und die Juso Vorsitzende Anika Gruner in die Thematik Brandt ein. Sie zitierten Textpassagen aus Brandts Reden und stellten Zitate von und über ihn vor. Zudem gab es ein Generationsgespräch, was die ältere und was die junge Generation mit Brandt und der SPD verbinden.

Der Abend endete in gemütlicher Runde in der Gaststätte Otto´s Steakhause und die anwesenden Genossinnen und Genossen waren sich einig, dass Brandt auch nach seinem Tod 1992 die Menschen fasziniert hat und immer noch faszinieren wird.

Brandt wurde am 18. Dezember 1913 unter dem Namen Herbert Ernst Karl Frahm in Lübeck geboren. Schon früh fand er den Weg in die Arbeiterbewegung und trat bereits mit 16 Jahren der SPD bei. Widerstandskämpfer im Dritten Reich, Regierender Bürgermeister Berlins, Bundeskanzler, Friedensnobelpreisträger, all das war Willy Brandt. Vor allem aber war er ein großer Staatsmann.

Sein besonderes Verdienst war 1970 die Einleitung des Wandels in der Ostpolitik. Mit der Unterzeichnung des Deutsch-Sowjetischen Vertrages und der Anerkennung der Oder-Neiße-Linie als Grenze zu Polen wurde der Grundstein für die Entspannung in Europa gelegt. Nicht unumstritten bei den politischen Gegnern wie auch sein spontaner Kniefall vor dem Mahnmal für die ermordeten Juden des Warschauer Ghettos. Jedoch für die Welt in längst fälliges Zeichen.

Einige Geschichts- und Politikwissenschaftler sehen heute darin eine Wegbereitung für die Wiedervereinigung Deutschlands und den vorhergehenden politischen Wandel in Osteuropa.
Autor: red

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