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Leben auf großem Fuß

Dienstag, 10. Dezember 2013, 19:16 Uhr
Mit dem ökologischen Fußabdruck wird dargestellt, wie viel Erdfläche ein Mensch benötigt, um seinen täglichen Bedarf zu decken. Schon seit Jahren leben die meisten Menschen deutlich auf zu großem Fuß. Das belastet die Umwelt und führt früher oder später dazu, dass die Ressourcen der Erde erschöpft sind...

Was uns zusteht – Was wir verbrauchen

Alle zwei Jahre lässt der World Wild Life Fund den sogenannten “Living Planet Report” erstellen. In dieser Studie wird der Gesundheitszustand der Erde errechnet. So werden die Ökosysteme der Welt durch Bestandsbeobachtung analysiert und ein ökologischer Fußabdruck erstellt. In Deutschland ist dieser, wie in den meisten anderen Ländern auch, deutlich zu groß.

Ökologischer Fußabdruck (Foto: Hemera Technologies/AbleStock.com/Thinkstock) Ökologischer Fußabdruck (Foto: Hemera Technologies/AbleStock.com/Thinkstock)

Nicht nur in unserer westlichen Zivilisation ist der Verbrauch an Ressourcen riesig und tendenziell steigend. Allein der Stromverbrauch hat sich seit den 1960er Jahren verfünffacht. Um diesen Mehrverbrauch hinsichtlich der Umweltrelevanz abzupuffern, eignet sich der Wechsel zum Ökostromanbieter. Insgesamt könnten Maßnahmen wie eine Reduzierung des Fleischkonsums, ein umweltbewusstes Verkehrsverhalten oder Recyclingmaßnahmen und nachhaltige Produktion von Wirtschaftsgütern mit langem Lebenszyklus die Situation verbessern.

Der ökologische Fußabdruck

Der ökologische Fußabdruck wurde in den 1990er Jahren entwickelt und entstand aus der Fragestellung, ob die Kapazitäten der Erde noch ausreichen, um alle Menschen zu versorgen. Errechnet wurden zum einen die Fläche, die einem Menschen auf der Erde theoretisch zur Verfügung steht und zum anderen die tatsächlich benötigte Erdfläche zur Deckung aller Konsumbedürfnisse.

Als weltweit standardisierten Durchschnittswert errechneten die Wissenschaftler eine Fläche von 1,78ha pro Mensch. Der tatsächliche ökologische Fußabdruck ist jedoch für fast alle Länder deutlich größer, der Durchschnitt in Deutschland liegt bei 5,08ha pro Person, in anderen Ländern ist der Verbrauch sogar noch weitaus höher. Das steigende ökologische Bewusstsein der Menschen macht es möglich, dass sich nach und nach der Fußabdruck verkleinert. Jeder einzelne kann etwas dazu beitragen, indem er sein eigenes Konsumverhalten überprüft und anpasst. Es geht dabei natürlich zum einen um Konsumverzicht, viel wichtiger aber ist, den Konsum auf nachhaltige und umweltfreundlich hergestellte Produkte zu verlagern.

Bild: Hemera Technologies/AbleStock.com/Thinkstock
Autor: red

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