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Hobbit, Gespenst und rüstiger Rentner

Dienstag, 10. Dezember 2013, 07:56 Uhr
In den kommenden Tagen hält das Kino in Bleicherode all das bereit, was zur einem vorweihnachtlichen Programm gehört: Spaß, Gespenster und auch eine etwas besinnlich-nachdenkliche Kinokost. Ein Vorgeschmack von Regina Englert...


Tolkienfans aufgepasst - die Mittelerde-Trilogie von Fantasy-Meisterregisseur Peter Jackson, geht weiter. „Der Hobbit – Smaugs Einöde“ ist ab Donnerstag im Bleicheröder Filmtheater zu erleben. Dieses Mal setzt der Regisseur weniger auf Gesang und Humor, dafür zeichnet er die Bedrohungen noch düsterer. In 3D tief beeindruckend!

Nachdem Hobbit Bilbo, Zauberer Gandalf und die 13 Zwerge in letzter Sekunde den Orks entkommen sind, steht ihnen nun auf der Reise Richtung Osten zum vom Drachen Smaug besetzten Einsamen Berg die nächste aufregende Etappe bevor: Sie müssen durch den gefürchteten Düsterwald. Dabei treffen sie auf Wesen, die halb Mensch halb Bär sind, gefräßige Riesenspinnen und feindselige Elben. Doch die kampferprobte Gemeinschaft lässt sich davon nicht unterkriegen und entkommt immer wieder durch List und Glück den Gefahren.

Doch endlich am Ziel angekommen, fängt das Abenteuer erst richtig an. Kino.de bewertet „Smaugs Einöde“ so: Zwar darf auch im zweiten Teil der auf drei Filme angelegten Verfilmung von J.R.R. Tolkiens Jugendbuch „Der kleine Hobbit“ gelacht werden, doch Peter Jackson mildert dieses Mal die Farben und lässt die Bedrohungen von allen Seiten für die verschlagene Gruppe aus Zwergen, Zauberer und einem Hobbit noch bedrohlicher werden. 160 Minuten Fantasy vom Feinsten. Freigegeben ab 12 Jahren, täglich 16 und 19.45 Uhr, dienstags nur 16 Uhr. Laufzeit bis zum 1.1.2014 - also auch ein Tipp für die Feiertage! Spielzeiten bitte dem Internet oder den Aushängen entnehmen.
Am Sonntag, pünktlich zum Bleicheröder Weihnachtsmarkt, wartet „Das kleine Gespenst“ - der Kinderbuchklassiker von Otfried Preußler auf die jüngeren Zuschauer und Junggebliebene.

In 92 Minuten wird die Geschichte dieses Mal mit realen Menschen und einer Menge Spezialeffekten erzählt. Kino.de berichtet begeistert: Das Gespenst, das in seiner schneeweißen Pracht und mit den Kulleraugen voll und ganz dem Kindchenschema entspricht, ist ein Meisterwerk der Abteilung visuelle Effekte und bekommt durch die wunderbar naiv-pfiffige Stimme von Anna Thalbach prägnante Konturen und Charakter.

Und wenn das Gespenst zunächst auf seiner Burg und später dann als "schwarzer Unbekannter" im verschlafenen Städtchen Eulenberg auf Entdeckungsreise geht, dann reihen sich Slapsticknummern wie etwa mit der tölpelhaften Feuerwehr, philosophisch-nachdenkliche Momente mit dem weisen Uhu Schuhu und akrobatische Einlagen zwischen den Zahnrädern der Rathausuhr, die den Szenen aus Martin Scorseses "Hugo Cabret" nicht unähnlich sind, wie auf einer Perlenschnur aneinander. Mit Uwe Ochsenknecht, der als mediengeiler Bürgermeister selten so witzig war, oder Herbert Knaup als Uhrmeistermacher Zifferle, der dem traurigen Gespenst dabei hilft, in die Nacht zurückzufinden und wieder glücklich zu werden. Sonntag, 15. Dezember, 10.30 Uhr – für Preußler Fans ein Muss! Eintritt: Kinder 4 Euro, Erwachsene 5 Euro.

Und auch für Hallervorden-Fans zaubert Theaterleiter Udo Reuter etwas Bewegendes auf die Leinwand. Nur am Dienstag, dem 17.12., läuft um 19.45 Uhr „Sein letztes Rennen“ als der besondere Film der Woche. Dieter Hallervorden einmal nicht als Spaßvogel. In Kilian Riedhofs Tragikomödie stellt er sich als Ex-Marathonchampion seinem härtesten Wettkampf - dem Leben. "Sein letztes Rennen" absolviert Hallervorden als einst gefeierter Marathonläufer Paul Averhoff. Weit über 70 Jahre alt, muss er mit seiner kranken Frau Margot, Tatja Seibt, aus dem geliebten Häuschen in ein Altersheim umziehen. Tochter Birgit.

Souverän und sympathisch gespielt von Heike Makatsch. Birgit, eine Stewardess, die in einer Lebenskrise steckt, hat zu wenig Zeit, sich um ihre Eltern zu kümmern. Plötzlich besteht Pauls Alltag aus Singkreis und Bastelstunde, geregeltem Tagesablauf sowie der Bevormundung durch seine religiöse Betreuerin. Das kann's doch nicht gewesen sein!

Also packt der rüstige Senior seine Laufschuhe wieder aus und beginnt, für den Berlin-Marathon zu trainieren - belächelt vom Personal, bestaunt von den Mitbewohnern. Kino.de ist überzeugt vom „Letzten Rennen“: Eine warmherzige, hintergründige Arbeit, humorvoll im Ton, ernst in der Aussage, getragen vom souveränen Dieter Hallervorden, der ein großartiges Kino-Comeback gibt. 115 Minuten nicht Didi, sondern Dieter Hallervorden, freigegeben ab 6 Jahren.

Und auch für die Feiertage hat sich Udo Reuter etwas Besonderes ausgedacht. Nicht nur, dass „Der Hobbit“ bis Neujahr läuft, ab dem 26. Dezember wird voraussichtlich auch „Die Eiskönigin“ im Bleicheröder Filmtheater zu sehen sein. Der Theaterleiter hat für seine Gäste bereits die Verhandlungen mit dem Filmverleiher aufgenommen. Und auch das Jahr 2014 beginnt gleich mit einem Blockbuster „Der Medicus“ steht heute schon fest ab dem 9. Januar auf dem Spielplan. Auf das die schönen samtenen roten Kinosessel gar nicht erst in den Winterschlaf fallen. Das Neueste erfahren Sie immer auf der stets aktuellen homepage des Kinos.

Theaterleiter Udo Reuter wünscht all seinen Gästen eine geruhsame Adventszeit und ein schönes Weihnachtsfest.
Regina Englert
Autor: red

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