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13 Wochen in Nordhausen: Erster Eindruck

Mittwoch, 04. Dezember 2013, 09:18 Uhr
Unsere vier Italiener*innen sind nun schon gut vier Wochen in Nordhausen. Schnell lebten sie sich hier ein und stecken schon mitten drin in der Arbeit. Ihre Deutschkenntnisse haben sich besonders schnell verbessert. Deshalb schreibt Lucia aus Vicenza diese Woche auch ganz allein einen Artikel über Ihre Erfahrungen in Nordhausen.


Lucia (Foto: privat) Lucia (Foto: privat) Zuerst möchte ich mich vorstellen: Ich bin eine Architektin aus Italien und ich habe Architektur für Nachhaltigkeit in Venedig studiert. In 2012 habe ich mein Diplom erworben. Anschließend habe ich in einem Architekturbüro gearbeitet bis ich im Jahr 2013 am Leonardo Programm teilgenommen und einen Preis gewonnen habe. Dieser Preis beinhaltete die Teilnahme an einem Praktikum in Deutschland.

Ein italienisches Büro für erneuerbare Energien hat dieses Praktikum organisiert und mich und andere Praktikumsteilnehmer nach Nordhausen geschickt. Hier habe ich begonnen, mein Wissen zu erweitern und neue Erfahrungen zu sammeln.

Seit nun schon drei Wochen bin ich Praktikantin bei der Firmengruppe Axel Heck. Ich habe mit dem Chef der oben genannten Firma alle derzeitigen Baustellen besichtigt, so dass ich mir einen Überblick über die Sanierung und den Bau von Objekten verschaffen konnte. Wir waren auch in Göttingen, um einige sanierungsbedürftige Mietwohnungen für Studenten zu besichtigen.

Nach den Besichtigungen haben wir gemeinsam entschieden, dass ich ein Projekt über Ferienhäuser am Sundhäuser See planen kann. Alle Häuser werden energieeffiziente Gebäude sein. Das ist sehr wichtig für den Klimaschutz. Wir planen verschiedene moderne Häuser, so dass wir allen Kundenwünschen gerecht werden können. Das organisatorisch räumlich Prinzip ist immer das gleiche, aber es gibt verschiedene Varianten.

Eine besondere Herausforderung ist, dass die Grundstücke zum Teil verschiedene Ausrichtungen haben, so dass beste energetische Leistungen verschaffen werden müssen. Es wird sehr interessant für mich, dieses Projekt mit planen zu können.
Aber Nordhausen ist nicht nur Arbeit für uns italienische Praktikanten. Wir wohnen zusammen mit einigen anderen deutschen Studenten in einer Wohngemeinschaft. Wir nehmen außerdem an einen deutschen Sprachkurs zweimal in der Woche teil, um unsere Sprachkenntnisse zu verbessern.

Wir haben auch ein neue Sportart – Aroha – kennengelernt und nehmen an diesem Kurs teil. Wir bekommen auch viele Möglichkeiten Land, Leute und Traditionen kennen zu lernen.

Wir bereisen an den Wochenenden auch andere Städte und waren schon in Erfurt und Leipzig. Nordhausen liegt sehr zentral, um gut Reisen zu können. Wir werden auch noch nach München und Berlin vor den Weihnachtsferien fahren.

Seit dieser Woche besuche ich auch ein paar Kurse über energieeffiziente Gebäude und energetischen Städteumbau an der Fachhochschule Nordhausen, damit ich das Thema meines Praktikums besser in der Landessprache verstehen kann. Ich denke, dass diese Praktikumszeit in Nordhausen noch sehr interessant wird! Wir Volontäre werden noch weitere Eindrücke über unser Praktikum schreiben.

Der Europa-Service Nordthüringen, ein Projekt der BIC Nordthüringen GmbH, betreut ausländische Praktikanten und deren Thüringer Praktikumsunternehmen. Das Projekt wird gefördert durch das Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Technologie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds. Mehr Informationen zu unseren Serviceleistungen erhalten Sie unter www.europa-service-nordthueringen.de.
Autor: red

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