nnz-online

Ökumenepreis (fast) übergeben

Montag, 02. Dezember 2013, 19:59 Uhr
Das Neujahr beginnt für die Protestanten schon mit dem ersten Advent. Kein Wunder also, dass der evangelischen Kirchenkreis Südharz heute zu seinem Neujahrsempfang geladen hatte. Traditionell wurde dabei der Ökumene-Preis verliehen...


Für den Preis gesucht wurden Menschen, Initiativen oder Vereine, die sich engagieren für interkulturelle Offenheit und die dazu beitragen, Vorurteile zu überwinden und Verständigung praktizieren. Menschen, die sich für andere engagieren, unabhängig ihres Glaubens oder ihrer Kultur.

Nadar Mahboubkhah ist der diesjährige Preisträger. Der 1961 im Iran geborene Mann saß sieben Jahre im Gefängnis und lebt seit 2002 in Deutschland. Seit einigen Jahren wohnt er in Nordhausen und engagiert sich sich unter anderem im Verein schrankenlos. Im vergangenen Jahr wurde ihm die deutsche Staatsbürgerschaft verliehen. Für viele ausländische Mitbürger ist er Brückenbauer und Ansprechpartner.

Zuvor begrüßte Superintendent Michael Bornschein die Gäste, unter ihnen die Landräte der Landkreise Nordhausen und Eichsfeld, Birgit Keller und Dr. Werner Henning. Bornschein leitete dann zu den ersten beiden Liedern des Gospelchors "Karibu" über.
Bornschein erinnerte in seinen Worten an die Zeit, in der wir alle zusammen seit Jahrzehnten in Frieden leben. Es ist die Gegenwart und sie ist so selbstverständlich. Für uns, aber nicht für andere Menschen in dieser Welt.

Die Übergabe des mit 1.500 Euro dotierten Preises war in diesem Jahr doch ein wenig anders, denn Nadar Mahboubkhah befindet sich derzeit zu Besuch bei Verwandten in Nordwegen.
Autor: red

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 nnz-online.de