Kunst und "Applaus, ..." in der Galerie
Mittwoch, 27. November 2013, 19:23 Uhr
"Bilder durch die Jahre" – so betitelt sich die sechste und letzte Kunstausstellung in diesem Jahr, die am Dienstagabend in der Galerie der Kreissparkasse Nordhausen durch den Stellvertretenden Sparkassenvorstand Sebastian Gräser eröffnet wurde (nnz berichtetet bereits kurz). Hans-Georg Backaus war für die nnz unter den zahlreichen Gästen...
Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Aquarelle und Zeichnungen der in Hamburg geborenen und aufgewachsenen Insa Kubelka, die seit geraumer Zeit mit ihrem Mann das Hotel "Handelshof" in Nordhausen betreibt. Ihren etwas seltenen Namen – gestand Gräser freimütig ein – konnte er anfänglich nur mit dem besagten Hotel in Verbindung bringen.
In seiner kurzen Begrüßung, in der er den Lebensweg der Künstlerin kurz skizzierte, erwähnte er denn auch, dass Insa Kubelka nach dem Abitur eigentlich Kunst studieren wollte, doch zunächst in die Hotelbranche ging (weil es der Wunsch der Eltern war). Die dann folgenden zahlreichen Auslandsaufenthalte schärften ihren Blick für die Menschen, deren Schönheit und die Ausdruckskraft des menschlichen Körpers, die verschiedene Lebensweisen und für andere Landschaften und bringt dies in ihren Werken auch zum Ausdruck.
Da setzte auch Jürgen Rennebach in seiner etwas anderen Laudatio, die nach seinen Worten auch eigentlich keine ist, an und berichtetet von den ersten Zusammentreffen bei Lothar Rechtacek, der zu jener Zeit einen Kurs an der Jugend-kunstschule leitete und nach dessen plötzlichen Tod sie schließlich zu Rennebach kam. Der machte aus seiner Bewunderung für die Künstlerin keinen Hehl, wie sie trotz Hotel so produktiv sein kann und einen so beeindruckenden Lebensweg hinter sich hat.
Und sprach etwas wahres aus: "Ein rastloses Leben kann jung erhalten." Rennebach beschrieb, wie sie immer zu Pinsel und Stift greift und mit "Hingabe und Leidenschaft und einer guten Portion gesunder Besessenheit" dann ihre Bilder – Aquarelle und Zeichnungen – entstehen. Dabei sind ihre bevorzugten Materialien Wasserfarbe und Grafit.
Beim Entstehen von Aquarellen ist es etwas anders, denn da "tastet und fabuliert der Pinsel spielerisch sicher, sehr sensibel und anfangs in hellen Tönen über den Karton. Kubelka empfindet das, was sie tut. Die tiefen Farbtöne kommen planvoll erst zum Schluss", beschrieb der Leiter der Jugendkunstschule die Vorgehensweise von Insa Kubelka. Realistische Darstellungen sind meist das Ergebnis.
"Die Künstlerin ist da jederzeit mit ihrem Kopf und ihrem Herzen dem Pinsel und dem, was sich da auf dem Karton gerade tut, mindestens einen Schritt voraus. Verwerfen muss die Aquarellistin selten etwas." Anders geht sie beim Zeichnen vor. "Ihr Stift zieht sicher seine Bahn über den Bogen. Insa Kubelka komponiert dasjenige, was sie bannen will, ins Blatt." Und Rennebach lobte sie, dass sie es gut tut und sie es kann. Und resümiert schließlich: "Das, was die Malerin und Zeichnerin uns zu sagen hat, tut sie eindringlich aber unaufdringlich, mit Freude und großer Fabulierlust."
Musikalisch eingestimmt wurden die Kunstfreunde an diesem Abend von Celina Farunze, Josephine Hoffmann und Emma Schurcht vom Gitarren-Ensemble der Kreismusikschule Nordhausen und brachten zunächste drei klassische Werke zu Gehör. Und zum Abschluss – wie Ensemble-Leiterin Daniela Heise freudig verriet – wollten sie gerne etwas "Modernes" spielen und singen, nämlich den großen Hit von den Sportfreunden Stiller "Applaus, Applaus...", taten dies auch mit sichtbarer Freude und erhielten dafür einen herzlichen und langanhaltenden Applaus.
Applaus, Applaus gilt gleichermaßen der Künstlerin, dem Laudator, dem Publikum und der Kreissparkasse! Die Ausstellung ist bis zum 24. Januar 2014 in der KSK Nordhausen, Kornmarkt 9, zu den regulären Öffnungszeiten zu besichtigen.
Hans-Georg Backhaus
Autor: redIm Mittelpunkt der Ausstellung stehen Aquarelle und Zeichnungen der in Hamburg geborenen und aufgewachsenen Insa Kubelka, die seit geraumer Zeit mit ihrem Mann das Hotel "Handelshof" in Nordhausen betreibt. Ihren etwas seltenen Namen – gestand Gräser freimütig ein – konnte er anfänglich nur mit dem besagten Hotel in Verbindung bringen.
In seiner kurzen Begrüßung, in der er den Lebensweg der Künstlerin kurz skizzierte, erwähnte er denn auch, dass Insa Kubelka nach dem Abitur eigentlich Kunst studieren wollte, doch zunächst in die Hotelbranche ging (weil es der Wunsch der Eltern war). Die dann folgenden zahlreichen Auslandsaufenthalte schärften ihren Blick für die Menschen, deren Schönheit und die Ausdruckskraft des menschlichen Körpers, die verschiedene Lebensweisen und für andere Landschaften und bringt dies in ihren Werken auch zum Ausdruck.
Da setzte auch Jürgen Rennebach in seiner etwas anderen Laudatio, die nach seinen Worten auch eigentlich keine ist, an und berichtetet von den ersten Zusammentreffen bei Lothar Rechtacek, der zu jener Zeit einen Kurs an der Jugend-kunstschule leitete und nach dessen plötzlichen Tod sie schließlich zu Rennebach kam. Der machte aus seiner Bewunderung für die Künstlerin keinen Hehl, wie sie trotz Hotel so produktiv sein kann und einen so beeindruckenden Lebensweg hinter sich hat.
Und sprach etwas wahres aus: "Ein rastloses Leben kann jung erhalten." Rennebach beschrieb, wie sie immer zu Pinsel und Stift greift und mit "Hingabe und Leidenschaft und einer guten Portion gesunder Besessenheit" dann ihre Bilder – Aquarelle und Zeichnungen – entstehen. Dabei sind ihre bevorzugten Materialien Wasserfarbe und Grafit.
Beim Entstehen von Aquarellen ist es etwas anders, denn da "tastet und fabuliert der Pinsel spielerisch sicher, sehr sensibel und anfangs in hellen Tönen über den Karton. Kubelka empfindet das, was sie tut. Die tiefen Farbtöne kommen planvoll erst zum Schluss", beschrieb der Leiter der Jugendkunstschule die Vorgehensweise von Insa Kubelka. Realistische Darstellungen sind meist das Ergebnis.
"Die Künstlerin ist da jederzeit mit ihrem Kopf und ihrem Herzen dem Pinsel und dem, was sich da auf dem Karton gerade tut, mindestens einen Schritt voraus. Verwerfen muss die Aquarellistin selten etwas." Anders geht sie beim Zeichnen vor. "Ihr Stift zieht sicher seine Bahn über den Bogen. Insa Kubelka komponiert dasjenige, was sie bannen will, ins Blatt." Und Rennebach lobte sie, dass sie es gut tut und sie es kann. Und resümiert schließlich: "Das, was die Malerin und Zeichnerin uns zu sagen hat, tut sie eindringlich aber unaufdringlich, mit Freude und großer Fabulierlust."
Musikalisch eingestimmt wurden die Kunstfreunde an diesem Abend von Celina Farunze, Josephine Hoffmann und Emma Schurcht vom Gitarren-Ensemble der Kreismusikschule Nordhausen und brachten zunächste drei klassische Werke zu Gehör. Und zum Abschluss – wie Ensemble-Leiterin Daniela Heise freudig verriet – wollten sie gerne etwas "Modernes" spielen und singen, nämlich den großen Hit von den Sportfreunden Stiller "Applaus, Applaus...", taten dies auch mit sichtbarer Freude und erhielten dafür einen herzlichen und langanhaltenden Applaus.
Applaus, Applaus gilt gleichermaßen der Künstlerin, dem Laudator, dem Publikum und der Kreissparkasse! Die Ausstellung ist bis zum 24. Januar 2014 in der KSK Nordhausen, Kornmarkt 9, zu den regulären Öffnungszeiten zu besichtigen.
Hans-Georg Backhaus

