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Gewählt

Freitag, 15. November 2013, 20:10 Uhr
Die Nordhäuser CDU will sich heute Abend eine Direktkandidatin für die Landtagswahl im kommenden Jahr geben. Dazu sind natürlich Regularien zu beachten. Zum Beispiel eine Mitgliederversammlung zur Nominierung. In den Rolandstuben versammelte sich die Christdemokratie...

Gewählt (Foto: nnz) Gewählt (Foto: nnz)

Das Interesse an dieser Veranstaltung war so groß, dass kurz vor Beginn noch Tische und Stühle herangeschafft werden mussten, um allen einen Platz anbieten zu können. Das hat man selten erlebt, sofern die Presse bei derartigen Veranstaltungen zugelassen ist.

Kreisvorsitzender Dr. Klaus Zeh begrüßte die 57 stimmberechtigten Christdemokraten, die den Weg am Freitagabend in die Nordhäuser Innenstadt gefunden hatten. Übrigens: eingeladen waren 228 Mitglieder. Und die warteten vergeblich auf eine Rede der bisherigen Landtagsabgeordneten. Die heißt Evelin Groß und ist seit der Wahl von Dr. Klaus Zeh für den Wahlkreis Nordhausen zuständig. Frau Groß tauchte in den zurückliegenden Jahren zu jedem noch so kleinen Anlass in Nordhausen auf, auch, weil sie damit „politisch schwanger“ ging, vielleicht auch von den Nordhäusern nominiert zu werden. Doch das redeten ihr führende kommunalen Politiker vor einigen Wochen sanft aus, zumal mit Staatssekretärin Inge Klaan mittlerweile ein politisches Schwergewicht in der Rolandstadt „herangewachsen“ ist. Also: Frau Groß konnte aus persönlichen Gründen heute Abend nicht mit dabei sein und über ihre Arbeit im Landtag berichten.

Den Part übernahm Dr. Zeh, der zugab, dass der Spagat zwischen beschließen und umsetzen sehr groß sein kann. Jahrzehntelang hatte Zeh im Landtag Gesetze mit beschlossen, jetzt, seit dem 1. Juli 2012 muss er sie an der Basis umsetzen. Er appellierte auch an die jetzigen und künftigen Landtagsabgeordneten, bei allen Entscheidungen daran zu denken, dass die Kommunen als Basis allen gesellschaftlichen Tuns mit den notwendigen Finanzen ausgestattet werden müssen.

Vorgestellt und gewählt (Foto: nnz) Vorgestellt und gewählt (Foto: nnz)

Nach weiteren Formalien stellte sich Inge Klaan als Direktkandidatin vor. Ihre Themen waren zum Beispiel der Fachkräftemangel, die Finanzierungssicherheit von Straßenbauprojekten oder die Kritik an den Inklusionsplänen für die Thüringer Schulen. Inge Klaan, die geborene Eichsfelderin, lebt in dieser Stadt länger als sie im Eichsfeld gelebt. „Ich bin und fühle mich als Nordhäuserin“ und sie will die Arbeit von Klaus Zeh fortsetzen, der ein gebürtiger Leipziger ist und sich vermutlich auch als Nordhäuser fühlt.

Gratuliert (Foto: nnz) Gratuliert (Foto: nnz) Für die CDU-Stadtratsfraktion sei immer klar gewesen, dass die beste Kandidatin für Nordhausen Inge Klaan sei und dass man Geschlossenheit demonstrieren solle und nicht einer anderen Partei „nachahmen“ muss. Stefan Nüßle teilte dann in Richtung SPD weiter aus. Neben Inge Klaan verfüge die CDU über weitere Mitglieder, die für eine Kandidatur „getaugt“ hätten und man müsse nicht wie „eine andere Volkspartei“ auf 66 Jahre alte Kader zurückgreifen.

Nach der Auszählung der Stimmen ergab sich folgendes Ergebnis. Inge Klaan erhielt 54 Stimmen, sieben Mitglieder stimmten gegen Inge Klaan. Unterm Strich sind das 88,5 Prozent.
Autor: red

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