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Auftakt beim Serien-Meister

Donnerstag, 14. November 2013, 09:28 Uhr
Am Samstag 19:00 Uhr erfolgt für die Boxer des Nordhäuser SV der heiß ersehnte Bundesliga-Start – ausgerechnet beim Deutschen Meister aus Velbert, noch dazu seit 42 Jahren in eigener Halle ungeschlagen, müssen sich die Nordhäuser bewähren...


„Wenn alles optimal läuft können wir einen Punkt mitnehmen“, blickt Trainer Konrad Werner voraus. Mit dabei ist aus Nordhäuser Sicht auch der ungarische Publikumsliebling Balázs Bacskai.

Schon im vergangenen Jahr startete die Nordhäuser Equipe in Velbert in die neue Saison – mit 8:10 musste sich die Mannschaft damals nur knapp beim Favoriten geschlagen geben. Auch in der kommenden Saison 2013/2014 geht es zu den Velbertern, die unter Leitung von Trainer Hennie van Bemmel zuletzt elfmal in Folge den Deutschen Meistertitel gewannen und im vergangenen Jahr schon einen Kampf vor Saisonende vorzeitig die Meisterschaft feiern konnten.

„Für mich sind sie auch in der kommenden Saison Favorit auf den Titel, trotz dass Hanau durch einige Einkäufe auf sich aufmerksam gemacht hat“, erzählt Konrad Werner, der seit jeher die Nordhäuser Bundesliga-Mannschaft coacht. Kampflos geschlagen geben möchte sich aber auch Werner nicht – so sind sich alle bewusst, welch eine Wirkung ein möglicher Punktgewinn des vermeidlichen Außenseiters haben könnte: „Sollte uns das gelingen, werden die Karten in diesem Jahr komplett neu gemischt.“ Dabei haben die Nordhäuser schon bewiesen dass sie einen Punktgewinn gegen die Westfalen erringen können. Zuletzt gab es in der eigenen Ballspielhalle ein 09:09 gegen den Branchenprimus. „Ein Unentschieden würden wir wieder feiern wie einen Sieg“, stellt Werner klar.

Dabei rechnet der Nordhäuser Trainer gleichwohl mit einem starken Velberter Aufgebot trotz des Ausfalls von WM-Medaillengewinner Araik Marutjan, der am kommenden Wochenende in der Weltliga für Deutschland boxt. So werden für die Heimmannschaft unter anderem Denis Makarov (bis 58 Kilogramm), Europameister des Jahres 2010, Artem Hartyunyan (65 Kilogramm), Mitglied der DBV-Nationalmannschaft und EM-Bronzemedaillen Gewinner in Minsk 2013, genauso wie Olympia-Teilnehmer Stefan Härtel (76 Kilogramm), der mehrfache niederländische Meister Peter Mullenberg (82 Kilogramm) oder Militär-Europameister Gottlieb Weiss (+82 Kilogramm) in den Ring steigen.

Anstelle von Marutjan wird wohl der Dänische Meister Allan Mahfoud in der Gewichtsklasse bis 70 Kilogramm auftreten – und sich einen Fight mit dem starken Ungarn Balázs Bacskai auf Seiten der Nordhäuser liefern. Auch in den anderen fünf Gewichtsklassen sind spannende Duelle zu erwarten. So wird für die Nordhäuser im Leichtgewicht wohl die schwedische Neuverpflichtung Salomo Ntuve sein Debüt geben, auch Angelo Welp brennt im Halbweltergewicht auf seinen ersten Einsatz für Nordhausen – und hat aus 2012 noch eine Rechnung mit Hartyunyan offen. „Im Halbweltergewicht haben wir mit Welp, Müller und unserem zweiten Schweden Clarence Goyeram allerdings drei ausgewogene Boxer, jeder kann hier boxen“, stellt Werner klar.

Auch im Halbschwergewicht und Schwergewicht in den Klassen bis 82 sowie über 82 Kilogramm kann Werner aus den Vollen schöpfen, wobei er hier wohl mit Kevin Künzel auf den Deutschen Meister von 2011 sowie Eugen Waigel setzt.

Noch nicht mit dabei sind David Müller, Sebastian Formella und kurzfristig auch Neuzugang Raymund Meilinger. Formella befindet sich nach einer Kieferoperation wieder im Training und wird genauso wie Müller vom Thüringer SSV Saalfeld im Hinblick zum ersten Heimkampf am 14. Dezember gegen Hanau eine Option sein. Eingeplant für den ersten Kampf war eigentlich Raymund Meilinger.

Der Hessische Meister aus Kassel sollte in der Gewichtsklasse bis 76 Kilogramm boxen, zog sich am Montag im Training aber einen Achillessehnenriss zu. „Wir hoffen dass wir in dieser Saison trotzdem noch auf ihn setzen können“, zeigt sich Werner geschockt, zumal es nun schwer ist noch adäquaten Ersatz zu verpflichten. Für ihn kommt der junge Meriton Rexhepi, Hamburger Meister und Dritter der Deutschen U21 Meisterschaft, zu seinem Bundesliga-Debüt.
Johann Reinhardt
Autor: red

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