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Reparier-Café in Nordhausen

Dienstag, 12. November 2013, 14:28 Uhr
Was macht man mit einem Toaster, der nicht mehr funktioniert? Oder mit einem Fahrrad, bei dem das Rad schleift? Oder mit einem Pullover mit Mottenlöchern? Wegwerfen? Warum sollte man! Eine „Handvoll engagierter Menschen“ organisiert in Zusammenarbeit mit dem Nordhäuser Kinderkirchenladen (KILA) und mit Unterstützung zahlreicher Funkamateure des Nordhäuser Ortsverbandes das „Repair-Café-Nordhausen“...


Weitere mögliche Partner sind willkommen. In der Vorweihnachtszeit, an allen vier Adventsamstagen, dreht sich jeweils von 15.00 bis 18.00 Uhr im Blasii-Gemeindehaus (Barfüßerstr. 2) alles rund um das Thema „Reparieren.“

Es werden verschiedene Fachleute zur Verfügung stehen. Elektriker, Näherinnen, Bastler & Tüftler, etc. helfen kostenlos (gegen Spende) bei allen möglichen Reparaturen. Zudem sind verschiedene Werkzeuge und Materialien vorhanden. Besucher des Repair Cafés bringen ihre kaputten oder funktionsuntüchtigen Gegenstände von Zuhause mit.

Toaster, Lampen, Föhne, Kleidung, Spielzeug, Geschirr, Kleinmöbel, ... . Alles, was nicht mehr funktioniert, kaputt oder beschädigt ist, kann mitgebracht werden. Die Fachleute im Repair Café wissen sich fast immer eine Lösung. Dabei ist wichtig zu wissen, dass Besucher und Fachleute gemeinsam reparieren, aber eine Garantie nicht übernommen werden kann.

Wenn der Ansturm zu groß wird, können auftretende Wartezeiten im Café-KILA in der Blasiikirche oder auf dem Handwerksmarkt vor der Blasiikirche überbrückt werden.

Indem Sie Werbung fürs Reparieren machen, möchten wir zur Reduzierung des Müllbergs beitragen. In Deutschland werfen wir unfassbar viel weg. Auch Gegenstände, denen fast nichts fehlt und die nach einer einfachen Reparatur wieder ordentlich zu gebrauchen wären. Leider steckt das Reparieren vielen Menschen nicht mehr im System. Mit dem Repair Café wollen wir das ändern.

Das Repair Café ist auch dazu gedacht, Menschen in der Nachbarschaft auf neue Art und Weise wieder mit einander in Kontakt zu bringen. Sodass sie entdecken, wie viel Wissen und praktische Fähigkeiten eigentlich vorhanden sind. Wenn man gemeinsam mit einem bis dahin unbekannten Nachbarn ein Fahrrad, einen CD-Spieler oder eine Hose repariert hat, sieht man diese Person doch mit anderen Augen, wenn man ihr das nächste Mal auf der Straße begegnet. Zusammen etwas reparieren, kann zu ganz tollen Kontakten in der Nachbarschaft führen.

Außerdem spart eine Reparatur auch Geld und kostbare Grundstoffe und trägt zudem zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes bei. „Aber wir wollen mit dem Repair Café vor allem zeigen, dass Reparieren Spaß macht und oft ganz einfach ist.“

Das Konzept Repair Café ist in Amsterdam entstanden, wo die „Stichting Repair Café“ (siehe www.repaircafe.nl) seit 2010 regelmäßig Reparaturtreffen organisiert. Seit Januar 2011 unterstützt diese Stiftung auch örtliche Gruppen in den ganzen Niederlanden und auch darüber hinaus, die ihr eigenes Repair Café beginnen wollen. Die Stiftung unterstützt ebenfalls das Repair Café hier in Nordhausen und hat uns zu Beginn wertvolles Material zur Verfügung gestellt.

Wenn die Auftaktveranstaltungen in der Vorweihnachtszeit gut gelingen, ist auch über eine regelmäßige Fortsetzung nachzudenken. Beispielsweise wird die gesamte Thematik „Fahrradreparatur“ in der Vorweihnachtszeit nicht berücksichtigt, könnte aber im Frühjahr aktuell werden.

Und zuletzt: Um das Ganze auch auf mehrere Schultern zu verteilen und erfolgreich gestalten zu können, werden noch zwei / drei „Bastler“ gesucht. Wer also Lust (und Zeit) hat, dieses Projekt zu unterstützen, meldet sich bitte bei Rüdiger Neitzke (per Email: r.neitzke@web.de) oder kommt zu unserem Vorbereitungstreffen am Freitag, den 22.11.2013 um 19.30 Uhr ins Blasii Gemeindehaus, Barfüßer Str. 2.
Rüdiger Neitzke
Autor: red

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