Ein Remis in der Fremde
Montag, 11. November 2013, 06:34 Uhr
Noch mal volle Konzentration: Larissa Förster griff sich den Ball, vor ihr bauten sich vier gegnerische Spielerinnen mit hochgestreckten Armen auf, und haut ihn über die Mauer. Der Ball knallt mit voller Wucht gegen die Latte – kein Treffer. Der Freiwurf war die letzte Aktion der C-Jugend-Handballerinnen des Nordhäuser SV am Sonntag im Testspiel bei der TSG Calbe...
Dort trat das Team von Trainer Alfons Jarmuszewski gegen die B-Jugend an. Nach 3x20 Minuten trennten sich beide Teams 29:29 (10:10, 17:21)-unentschieden.
Nach dreiwöchiger Wettkampfpause, der NSV bestritt sein letztes Punktspiel am 19. Oktober, wurde nun wieder zum Ball gegriffen, um nicht ganz aus dem Rhythmus zu kommen. Zwei wichtige Stammkräfte fehlten. Die beiden Torhüterinnen Anny-Katharina Samel und Sonja Zeaiter verletzten sich in der Vorwoche im Sportunterricht. Dafür rückte Isabell Steinkopf aus der B-Jugend ins Team, die die Aufgabe souverän meisterte und sich viel Lob nach ihren tollen Paraden einholte.
Die Latte und den Pfosten hörten die NSV-Spielerinnen nicht nur in der letzten Aktion mächtig knallen. Gleich zum Auftakt hatte Julia Weise die Chance, ihre Farben mit 1:0 in Führung zu werfen. Der Ball knallte an den Pfosten. Im Gegenzug eröffnete die TSG den Torreigen zum 1:0 (2.). Im ersten Versuch noch gescheitert, machte es Julia im zweiten besser – 1:1 (2.). Es war ihr erstes von insgesamt 14 Toren. Treffsicher präsentierte sich die 13-Jährige auch von der Sieben-Meter-Linie, sie verwandelte insgesamt vier Strafwürfe sicher.
Noch etwas unsicher präsentierte sich die Mannschaft bei den Zuspielen wie beispielsweise an den Kreis zu Larissa Förster. So störte die TSG früh, fing die die Bälle ab und konterte erfolgreich. Das gelang nicht immer. So wie bei einem Zuspielfehler von Jenny Galonska, die erst den Ball an die TSG verlor und ihn sich gleich wieder zurückkämpfte. Sie passte auf Ella Krieß, die sah die besser positionierte Vanessa Michel, die zum 7:7 einnetzte (14.). In den ersten 20 Minuten entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in der sich keine Mannschaft mehr als ein Tor von der anderen absetzen konnte, so dass es beim Stand von 10:10 in die erste Pause ging.
In den zweiten 20 Minuten nahm Jarmuszewski eine Änderung in der Abwehr vor. Statt einer 6-0, rückte Ella nun in der 5-1 auf die Spitze. Dahinter war unter anderem Julia ein ständiger Unruheherd. In der Abwehr wurde nun noch besser gearbeitet, Bälle geblockt beispielsweise durch Larissa oder frühzeitig der Spielaufbau der TSG gestört und sich Bälle erkämpft, so dass sich der NSV schnell einen Fünf-Tore-Vorsprung erspielte – 11:16 (27.).
Es folgte ein kleiner Bruch im Spiel des NSV, denn Jarmuszewski begann mit dem Durchwechseln, so dass alle Spielerinnen zu Einsatzzeiten kamen. Das Team von TSG-Trainer Gunnar Lehmann nutzte seine Chance, kämpfte sich zurück und verkürzte zum 14:16. Auf der anderen Seite haderte Jarmuszewski mit den "hastigen Abschlüssen" seines Teams, dass sich aber bis zum Abpfiff in diesem Element etwas stabilisierte – 17:21 (40.).
Mit einem kräftigen "Los, auf die Platte" schickte Jarmuszewski seine Schützlinge zurück auf das Parkett. Die Anfangsphase des letzten Drittels gehörte eindeutig den Torhüterinnen, die mit sehenswerten Paraden ihre Teams im Spiel hielten. Beim NSV glänzte Isabell, die bereits in den ersten beiden 20 Minuten entweder beim Siebenmeter gute Reflexe zeigte oder einzelne Angriffe erfolgreich abwehrte.
Probleme zeigten sich in einem anderen Element - dem Angriff. Kaum noch etwas wollte gelingen. Die TSG Calbe wusste die Nachlässigkeiten auch kleine Unkonzentriertheiten wiederum für sich zu nutzen. Sie kam vor allem über die Außenpositionen zum erfolgreichen Torabschluss und kämpften sich wieder heran. Nach 52. Minuten stand es 26:26, Kim Möhring erzielte die Führung – 27:26. Nun wurde es hektischer auf dem Parkett, unkonzentrierte Abschlüsse auf beiden Seiten.
In der spannenden Schlussphase, die TSG führte mit 29:28, netzte Larissa nach einem tollen Anspiel an den Kreis zum 29:29-Ausgleich ein. Im Gegenzug wehrte Isabell einen Angriff der TSG erfolgreich ab. Mit dem Schlusspfiff erhielt der NSV noch einen Freiwurf, den Larissa an die Latte knallte.
Mit dem Unentschieden zeigten sich beide Trainer mehr als zufrieden. "Das war ein schönes Spiel. Die Nordhäuser Mannschaft würde ich gleich hier behalten", sagte Lehmann. Das Angebot schmeichelte Jarmuszewski, der seine Mannschaft natürlich nicht hergab und wieder mit in die Heimat nahm. Ein Rückspiel wurde ebenfalls schon vereinbart. Gespielt wird am Sonnabend, 16. November, um 11 Uhr, in der Ballspielhalle. Dann soll wieder sehenswerter Handball geboten werden. Ob mit Latte oder Pfosten, das wird sich zeigen.
Sandra Arm
NSV: Isabell Steinkopf – Vanessa Michel (2), Sophia Goetze (1), Ella Krieß (3), Clara Fiedler (5), Nelly Frank, Julia Weise (14), Sophie Schröder (1), Jenny Galonska, Vanessa Böttcher (1), Larissa Förster (2), Laura Krüger, Lea Hoche
TSG Calbe: Ulrike Neumann/Anne Schmidt/Ulrike Gleißberg – Inga Thomas (2), Angelina Dähms (1), Kim Möhring (3), Michelle Feilhaber (5), Lee-Ann Hartleib (1), Isabel Schmidt, Meggie Eichholz (4), Marie Wolter (1), Juliane Gaul (1), Frederike Giese (7), Alicia Gröst (4)
Autor: redDort trat das Team von Trainer Alfons Jarmuszewski gegen die B-Jugend an. Nach 3x20 Minuten trennten sich beide Teams 29:29 (10:10, 17:21)-unentschieden.
Nach dreiwöchiger Wettkampfpause, der NSV bestritt sein letztes Punktspiel am 19. Oktober, wurde nun wieder zum Ball gegriffen, um nicht ganz aus dem Rhythmus zu kommen. Zwei wichtige Stammkräfte fehlten. Die beiden Torhüterinnen Anny-Katharina Samel und Sonja Zeaiter verletzten sich in der Vorwoche im Sportunterricht. Dafür rückte Isabell Steinkopf aus der B-Jugend ins Team, die die Aufgabe souverän meisterte und sich viel Lob nach ihren tollen Paraden einholte.
Die Latte und den Pfosten hörten die NSV-Spielerinnen nicht nur in der letzten Aktion mächtig knallen. Gleich zum Auftakt hatte Julia Weise die Chance, ihre Farben mit 1:0 in Führung zu werfen. Der Ball knallte an den Pfosten. Im Gegenzug eröffnete die TSG den Torreigen zum 1:0 (2.). Im ersten Versuch noch gescheitert, machte es Julia im zweiten besser – 1:1 (2.). Es war ihr erstes von insgesamt 14 Toren. Treffsicher präsentierte sich die 13-Jährige auch von der Sieben-Meter-Linie, sie verwandelte insgesamt vier Strafwürfe sicher.
Noch etwas unsicher präsentierte sich die Mannschaft bei den Zuspielen wie beispielsweise an den Kreis zu Larissa Förster. So störte die TSG früh, fing die die Bälle ab und konterte erfolgreich. Das gelang nicht immer. So wie bei einem Zuspielfehler von Jenny Galonska, die erst den Ball an die TSG verlor und ihn sich gleich wieder zurückkämpfte. Sie passte auf Ella Krieß, die sah die besser positionierte Vanessa Michel, die zum 7:7 einnetzte (14.). In den ersten 20 Minuten entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in der sich keine Mannschaft mehr als ein Tor von der anderen absetzen konnte, so dass es beim Stand von 10:10 in die erste Pause ging.
In den zweiten 20 Minuten nahm Jarmuszewski eine Änderung in der Abwehr vor. Statt einer 6-0, rückte Ella nun in der 5-1 auf die Spitze. Dahinter war unter anderem Julia ein ständiger Unruheherd. In der Abwehr wurde nun noch besser gearbeitet, Bälle geblockt beispielsweise durch Larissa oder frühzeitig der Spielaufbau der TSG gestört und sich Bälle erkämpft, so dass sich der NSV schnell einen Fünf-Tore-Vorsprung erspielte – 11:16 (27.).
Es folgte ein kleiner Bruch im Spiel des NSV, denn Jarmuszewski begann mit dem Durchwechseln, so dass alle Spielerinnen zu Einsatzzeiten kamen. Das Team von TSG-Trainer Gunnar Lehmann nutzte seine Chance, kämpfte sich zurück und verkürzte zum 14:16. Auf der anderen Seite haderte Jarmuszewski mit den "hastigen Abschlüssen" seines Teams, dass sich aber bis zum Abpfiff in diesem Element etwas stabilisierte – 17:21 (40.).
Mit einem kräftigen "Los, auf die Platte" schickte Jarmuszewski seine Schützlinge zurück auf das Parkett. Die Anfangsphase des letzten Drittels gehörte eindeutig den Torhüterinnen, die mit sehenswerten Paraden ihre Teams im Spiel hielten. Beim NSV glänzte Isabell, die bereits in den ersten beiden 20 Minuten entweder beim Siebenmeter gute Reflexe zeigte oder einzelne Angriffe erfolgreich abwehrte.
Probleme zeigten sich in einem anderen Element - dem Angriff. Kaum noch etwas wollte gelingen. Die TSG Calbe wusste die Nachlässigkeiten auch kleine Unkonzentriertheiten wiederum für sich zu nutzen. Sie kam vor allem über die Außenpositionen zum erfolgreichen Torabschluss und kämpften sich wieder heran. Nach 52. Minuten stand es 26:26, Kim Möhring erzielte die Führung – 27:26. Nun wurde es hektischer auf dem Parkett, unkonzentrierte Abschlüsse auf beiden Seiten.
In der spannenden Schlussphase, die TSG führte mit 29:28, netzte Larissa nach einem tollen Anspiel an den Kreis zum 29:29-Ausgleich ein. Im Gegenzug wehrte Isabell einen Angriff der TSG erfolgreich ab. Mit dem Schlusspfiff erhielt der NSV noch einen Freiwurf, den Larissa an die Latte knallte.
Mit dem Unentschieden zeigten sich beide Trainer mehr als zufrieden. "Das war ein schönes Spiel. Die Nordhäuser Mannschaft würde ich gleich hier behalten", sagte Lehmann. Das Angebot schmeichelte Jarmuszewski, der seine Mannschaft natürlich nicht hergab und wieder mit in die Heimat nahm. Ein Rückspiel wurde ebenfalls schon vereinbart. Gespielt wird am Sonnabend, 16. November, um 11 Uhr, in der Ballspielhalle. Dann soll wieder sehenswerter Handball geboten werden. Ob mit Latte oder Pfosten, das wird sich zeigen.
Sandra Arm
NSV: Isabell Steinkopf – Vanessa Michel (2), Sophia Goetze (1), Ella Krieß (3), Clara Fiedler (5), Nelly Frank, Julia Weise (14), Sophie Schröder (1), Jenny Galonska, Vanessa Böttcher (1), Larissa Förster (2), Laura Krüger, Lea Hoche
TSG Calbe: Ulrike Neumann/Anne Schmidt/Ulrike Gleißberg – Inga Thomas (2), Angelina Dähms (1), Kim Möhring (3), Michelle Feilhaber (5), Lee-Ann Hartleib (1), Isabel Schmidt, Meggie Eichholz (4), Marie Wolter (1), Juliane Gaul (1), Frederike Giese (7), Alicia Gröst (4)


















