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Kulturelle Agenten

Donnerstag, 07. November 2013, 09:52 Uhr
Im Nordhäuser Theater trafen sich Vertreter von Institutionen, des Theaters, der IHK und eine Kulturagentin, die für die Landkreise Nordhausen und Eichsfeld zuständig ist...

Performance mit Altkleidern (Foto: privat) Performance mit Altkleidern (Foto: privat)

Im Rahmen des Programms „Kulturagenten für kreative Schulen“ geht es um die Vernetzung zwischen Schule, Kultur- und Wirtschaftspartnern auf lange Sicht. Für das Schulnetzwerk „Eichsfeld/Nordhausen“ ist die Kulturagentin Kathleen Hahnemann zuständig. Sie begleitet die Regelschule Uder, die Regelschule „Johann Wolf“ Dingelstädt und die Regelschule G.E. Lessing in Nordhausen auf dem Weg zur Kulturschule.

Seit 2011 und noch bis 2015 arbeiten die Schulen daran, feste Kulturpartnerschaften mit regionalen Kulturinstitutionen einzugehen oder in Form von Projekten mit externen Partnern zusammenzuarbeiten. Neben der personellen Unterstützung stehen dem Schulnetzwerk für insgesamt vier Jahre 160.000 Euro zur Verfügung.

Das ist eine Traumsituation für jede Schule. Das Netzwerktreffen will dem schmerzhaften Erwachen nach 2015 vorbeugen – sobald keine finanziellen Mittel mehr aus dem Programm „Kulturagenten für kreative Schulen“ zur Verfügung stehen. „Wir wollen eine frühzeitige Vernetzung mit finanzkräftigen Partnern und Multiplikatoren, um nach 2015 Projekte und Kooperationen weiterzuführen,“ sagt Kulturagentin Hahnemann.

Dass sowohl Schule als auch Kulturpartner oder Wirtschaftspate von der Zusammenarbeit profitieren liegt auf der Hand. Junge Menschen, die sich etwas zutrauen, die kreativ sind und Lust darauf haben, die Zukunft mitzugestalten – wachsen nicht auf den Bäumen. Sie müssen zu Tage gefördert werden und herausgefordert werden, beispielsweise in einem Projekt, bei dem die Schule für eine Woche Produktionsstätte wird für Mode, Erfindungen oder Theaterstücke in Zusammenarbeit mit Leuten von „draußen“.

60 Prozent der Jobs, in denen Schüler heute einmal arbeiten werden, sind noch nicht erfunden. ´Wir brauchen Job-Erfinder, keine Job-Sucher mehr`, so der englische Schulentwickler Paul Collard. „Für diese kreative Aufgabe sollten wir Schüler mit kreativen Wegen vertraut machen und in diese Infrastruktur investieren“ so Hahnemann.

Das Modellprogramm „Kulturagenten für kreative Schulen“ hat zum Ziel, bei Kindern und Jugendlichen Neugier für die Kunst zu wecken und mehr Kenntnisse über Kunst und Kultur zu vermitteln. Teilhabe an Kunst und Kultur soll so zu einem festen Bestandteil des Alltags von Kindern und Jugendlichen werden. Die teilnehmenden Schule begeben sich gemeinsam mit einer sogenannten Kulturagentin auf den Weg, nachhaltige Strukturen für ein vielfältiges Angebot der kulturellen Bildung und künstlerische Projekte zu entwickeln sowie langfristige Kooperationen mit Kultureinrichtungen und Künstler/innen aufzubauen. Die Kulturagentin steht für den Zeitraum von vier Jahren als feste Partnerin zur Seite und betreut jeweils ein lokales Netzwerk von drei Schulen.

Nähere Informationen zum Modellprogramm „Kulturagenten für kreative Schulen“ finden Sie unter: www.kulturagenten-programm.de
Autor: red

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