Ungewöhnliches Jubiläum
Freitag, 01. November 2013, 13:21 Uhr
Am 1. November 1963 war ihr erster Arbeitstag im Gesundheitsamt des Rates des Kreises. Schnell wurde aus der Stelle die Leitung einer Betriebsakademie und aus der engagierten jungen Frau eine gestandene Pädagogin. Heute feierte Uta Triebel in den Räumen ihrer pro vita Akademie ein bemerkenswertes Jubiläum: auf den Tag genau ein halbes Jahrhundert Dienstzeit liegt hinter ihr. Grund zu feiern und zurückzublicken.
pro vita (Foto: pro vita)
Von schweren Zeiten in der Volksbildung der DDR konnte sie ihren Gratulanten berichten, von der anfänglichen eigenen Skepsis der Aufgabe gegenüber, für die sie im Sommer 1963 ausgesucht worden war. Von Amtsärzten, die kommen und gingen, wusste sie zu erzählen. Aber die parteilose junge Lehrerin blieb in ihrem verantwortungsvollen Job und bildete sich stetig weiter. Wie sehr das zu DDR-Zeiten mit beruflicher Qualität verbunden war, wenn man nicht der einzig wahren Partei angehörte, daran können sich die Älteren bestimmt noch erinnern. Für Uta Triebel aber war ihre Lehrtätigkeit auch nie ein Beruf, sondern immer schon Berufung.
Deshalb hat sie sich auch nicht entmutigen lassen, als 1990 alle gewohnten Strukturen zerbrachen, sondern sofort neu orientiert und mit einigen Kollegen eine private Berufsschule gegründet. Das war nicht leicht und die Anerkennung dafür war nur schwer zu erringen.
Aber diese Frau Triebel ist eine echte Powerfrau, die ihren Willen durchsetzen kann. Aus dem ruinösen Gebäude in der Geschwister-Scholl-Straße ist längst eine schmucke Schule geworden, ein zweites Gebäude kam hinzu, inzwischen gibt es sogar ein kleines Theater in der pro vita.
Der Kampf um die private Schule, um Fördergelder, um Anerkennung im Ministerium und Schulamt war kein leichter und hat sie ganz gefordert, sagt sie. Aber er hat sie auch jung gehalten, voller Elan und Schaffenskraft. Und wenigstens heute war eine Vertreterin des Ministeriums da, die das Werk der bekennenden Nordhäuserin würdigte. In einer Zeit, in der ringsherum im Freistaat die privaten Schulen mangels Interesse der Schüler schließen, verzeichnet die pro vita sogar wachsende Zahlen an Ausbildungswilligen. Ein Verdienst der unermüdlichen Leiterin der Einrichtung, wie auch die Dame aus dem Ministerium weiß.
Auch die nnz möchte sich den zahlreichen Glückwünschen anschließen und Frau Triebel noch viele gesunde Jahre im Kreise ihrer Kollegen und Schüler wünschen!
Olaf Schulze
Autor: nnz
pro vita (Foto: pro vita)
Von schweren Zeiten in der Volksbildung der DDR konnte sie ihren Gratulanten berichten, von der anfänglichen eigenen Skepsis der Aufgabe gegenüber, für die sie im Sommer 1963 ausgesucht worden war. Von Amtsärzten, die kommen und gingen, wusste sie zu erzählen. Aber die parteilose junge Lehrerin blieb in ihrem verantwortungsvollen Job und bildete sich stetig weiter. Wie sehr das zu DDR-Zeiten mit beruflicher Qualität verbunden war, wenn man nicht der einzig wahren Partei angehörte, daran können sich die Älteren bestimmt noch erinnern. Für Uta Triebel aber war ihre Lehrtätigkeit auch nie ein Beruf, sondern immer schon Berufung.Deshalb hat sie sich auch nicht entmutigen lassen, als 1990 alle gewohnten Strukturen zerbrachen, sondern sofort neu orientiert und mit einigen Kollegen eine private Berufsschule gegründet. Das war nicht leicht und die Anerkennung dafür war nur schwer zu erringen.
Aber diese Frau Triebel ist eine echte Powerfrau, die ihren Willen durchsetzen kann. Aus dem ruinösen Gebäude in der Geschwister-Scholl-Straße ist längst eine schmucke Schule geworden, ein zweites Gebäude kam hinzu, inzwischen gibt es sogar ein kleines Theater in der pro vita.
Der Kampf um die private Schule, um Fördergelder, um Anerkennung im Ministerium und Schulamt war kein leichter und hat sie ganz gefordert, sagt sie. Aber er hat sie auch jung gehalten, voller Elan und Schaffenskraft. Und wenigstens heute war eine Vertreterin des Ministeriums da, die das Werk der bekennenden Nordhäuserin würdigte. In einer Zeit, in der ringsherum im Freistaat die privaten Schulen mangels Interesse der Schüler schließen, verzeichnet die pro vita sogar wachsende Zahlen an Ausbildungswilligen. Ein Verdienst der unermüdlichen Leiterin der Einrichtung, wie auch die Dame aus dem Ministerium weiß.
Auch die nnz möchte sich den zahlreichen Glückwünschen anschließen und Frau Triebel noch viele gesunde Jahre im Kreise ihrer Kollegen und Schüler wünschen!
Olaf Schulze
