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Es wird wieder geboxt

Mittwoch, 30. Oktober 2013, 07:56 Uhr
Der Terminkalender in der 1. Box-Bundesliga steht. Die Staffel des Nordhäuser SV (NSV) startet Mitte November in ihre dritte Erstligasaison, zweimal wurde das Team um Cheftrainer Konrad Werner bereits Vizemeister. Das Minimalziel für die kommende Serie lautet: Platz drei. Sandra Arm berichtet...


Bei den Verantwortlichen des NSV ist knapp drei Wochen vor der neuen Erstligasaison schon in leichtes Kribbeln in der Magengegend ist zu spüren. So wie bei Mannschaftsleiter Michael Döring, der mit gemischten Gefühlen dem Auftaktkampf am Sonnabend, 16 November, um 19 Uhr, entgegenfiebert. „Was haben Sie sich nur dabei gedacht?“, wird er sich wohl mehrfach beim Betrachten des Terminkalenders gefragt haben.

Avdi Asllani (rote Kopfschutz) vom NSV, der im Schwergewicht um Punkte kämpfen wird (Foto: Sandra Arm) Avdi Asllani (rote Kopfschutz) vom NSV, der im Schwergewicht um Punkte kämpfen wird (Foto: Sandra Arm)
Der NSV muss zunächst reisen, es geht ins Bundesland Nordrhein-Westfalen. Genauer gesagt zum amtierenden deutschen Meister – Velberter BC. Bereits im vergangenen Jahr startete die Staffel des NSV beim Rekordmeister in die Saison, verlor denkbar knapp mit 8:10 und reiste somit ohne Punkte zurück in die Rolandstadt. Döring erwartet „einen schweren Gang“.

Diesen werden Dieter Geier, Michael Loginov, Anthony Yigit und Johann Witt nicht mehr gehen. Das Quartett hat sich für andere Vereine entschieden. Dennoch wird es in den kommenden Wochen und Monaten mit dem einen oder anderen Abgang sowie einigen ehemaligen NSV-Boxern ein Wiedersehen im Ring geben. Spätestens am Sonnabend, 14. Dezember, um 19.30 Uhr, wenn die Nordhäuser den starken Aufsteiger aus Hanau in der Wiedigsburghalle zu Gast haben werden. Die Mannschaft wurde unter anderem mit den Ex-Nordhäusern Johann Witt, Xhek Paskali und Kastriot Sopa verstärkt. Für Hanaus Chef Ulrich Bittner gibt es beim Saisonziel eine klare Ansage, die sich vor allem an Velbert richtet: „Wir wollen den VBC von der Last, immer Deutscher Meister zu werden, befreien und als Aufsteiger den Meisterpokal gewinnen!“

Der Gewinn des Meisterpokals käme für die Nordhäuser angesichts der starken Konkurrenz schon einer Sensation gleich. Doch alles ist möglich. Was möglich ist, das hat die Staffel in den vergangenen zwei Jahren eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Zwei Vizemeister-Titel sprechen eine deutliche Sprache. Cheftrainer Konrad Werner gibt sich beim Saisonziel vorsichtig: „Velbert ist eine Macht, Hanau hat aufgestockt und Babelsberg, mit denen wir im vergangenen Jahr den Kampf um Rang zwei hatten, wollen natürlich nicht klein beigeben. Von daher wird es um einen Platz unter den besten Drei gehen.“ In die gleiche Kerbe schlägt auch Döring: „Wir sind gut aufgestellt und wollen so lange wie möglich vorn mitmischen. Velbert vom Thron zu stoßen, das wird schwer, aber was die weiteren Podestplätze angeht, da ist sicherlich was drin.“

Für ein gutes Abschneiden in der neuen Saison sollen neben den bewährten Kräften um Balázs Bacskai, David Müller und Sebastian Formella auch die Neuzugänge, wie die beiden Schweden Salomo Ntuve und Clarence Goyeram sowie Angelo Welp, Kevin Künzel, Arthur Mann und Raymund Meilinger, sorgen. Das Kribbeln in der Magengegend dürfte angesichts des Auftaktprogramms nicht nur bei den Verantwortlichen schon zu spüren sein.

Mannschaften 1. Bundesliga: Velberter BC, Motor Babelsberg, BC Straubing, BR Hanau (neu)

Modus: 6 Kämpfe zu je 4 Runden à 3 Minuten

Termine:
  • 16.11.2013 Velberter BC – Nordhäuser SV (19 Uhr),
  • 14.12.2013 Nordhäuser SV – BR Hanau (19.30 Uhr),
  • 11.01.2014 Motor Babelsberg – Nordhäuser SV (18 Uhr),
  • 25.01.2014 BC Straubing – Nordhäuser SV,
  • 01.02.2014 Nordhäuser SV – Velberter BC (19.30 Uhr),
  • 22.02.2014 Nordhäuser SV – Motor Babelsberg (19.30 Uhr),
  • 08.03.2014 BR Hanau – Nordhäuser SV, 15.03.2014 Nordhäuser SV – BC Straubing (19.30 Uhr)
Autor: red

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