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Big Brother in Nordhausen?

Freitag, 07. Mai 2004, 18:54 Uhr
Nordhausen (nnz). Heute war in Erfurt die Arbeit des Untersuchungsausschusses zur Videoüberwachungsaffäre Gegenstand im Landtag. Dabei spielte nicht der Rennsteigtunnel eine Rolle, sondern die Stadt Nordhausen. Hier soll überwacht werden. Und zwar schon seit Jahren, meinte ein Experte der CDU.


Leere Hülse? Wie die nnz aus dem Landtag erfuhr, habe CDU-Innenexperte Willibbald Böck auf SPD-regierte Kommunen gewettert und führte dabei auch Nordhausen an. Böck soll gesagt haben, dass jahrelang in der Rautenstraße das grüne Gleisbett der Straßenbahn von Videokameras überwacht werde. Das sei ja mindestens genauso ungeheuerlich, wie das Erfassen von Kennzeichen im Rennsteigtunnel.

Vielleicht jedoch hätte sich der Eichsfelder vorher in Nordhausen genau informieren lassen sollen: Die Kameras hängen nicht in der Rautenstraße, sondern in der Töpferstraße. Es sind zwei an der Zahl. Doch wie nnz aus sicherer Quelle bestätigt wurde, handelt es sich seit dem Anbau lediglich um Gehäuse.

Vor Jahren wollten die Stadtwerke dem Vandalismus auf dem heranwachsenden Grüngleis vorbeugen und hatten die Kameragehäuse installieren lassen. Eine Überwachung habe es zu keiner Zeit gegeben, wurde der nnz sowohl vom Pressesprecher der Stadt Nordhausen als auch von einem Mitarbeiter der Stadtwerke versichert.
Autor: nnz

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