nnz-Forum: Tief bewegt
Mittwoch, 23. Oktober 2013, 07:54 Uhr
In der vergangenen Woche hatte die nnz über eine gefundene Gedenktafel berichtet, die der KZ-Gedenkstätte Mittelbau Dora übergeben wurde. Dazu erreichte jetzt die nnz-Redaktion folgender Leserbrief...
Der Artikel über das französische Dora-Opfer Raymond Couturier hat mich sehr bewegt. Vor einigen Jahren habe ich mit meinem Sohn und französischen Austauschschülern die Gedenkstätte Dora mehrfach besucht und dabei auch einmal eine Delegation französischer Dora-Veteranen getroffen. Diese Gespräche werde ich nie vergessen.
Gleich nachdem ich über die Gedenktafel für Raymond Couturier gelesen hatte, habe ich recherchiert und den Bürgermeister der Gemeinde Mensignac, die die gefundene Gedenktafel ja gestiftet hatte, angeschrieben. Im Antwortschreiben teilt mir die Gemeinde, in der eine Straße nach Raymond Couturier benannt ist, mit, dass dort noch ein Neffe des Dora-Opfers lebt, der mir weitere Details mitteilen kann. Da hoffe ich noch …
Außerdem hat mir auch der Conseil Générale des Départements geantwortet und Dokumente zu Raymond aus dem dortigen Archiv geschickt. Danach wurde er am 14.07.1925 in Tocane-St-Apre geboren. Kaum 18-jährig wurde er während einer Razzia in Périgueux am 20. Oktober 1943, also fast genau vor 70 Jahren, verhaftet. Nach unterschiedlichen Angaben war er entweder Student oder Automechaniker. Er wurde als Politischer geführt.
Am 14. Dezember 1943 wurde er von Compiègne nach Buchenwald deportiert, wo er am 16.12.1943 eintraf. Von diesem Transport von insgesamt 933 Personen kehrten nur 498 nach Kriegsende zurück. Von Buchenwald führte Raymonds Leidensweg weiter nach Dora und dann ins Außenlager Ellrich, wo er am 3. März 1945, noch nicht zwanzigjährig, verstarb.
Steffen Liesegang
Der Artikel über das französische Dora-Opfer Raymond Couturier hat mich sehr bewegt. Vor einigen Jahren habe ich mit meinem Sohn und französischen Austauschschülern die Gedenkstätte Dora mehrfach besucht und dabei auch einmal eine Delegation französischer Dora-Veteranen getroffen. Diese Gespräche werde ich nie vergessen.
Gleich nachdem ich über die Gedenktafel für Raymond Couturier gelesen hatte, habe ich recherchiert und den Bürgermeister der Gemeinde Mensignac, die die gefundene Gedenktafel ja gestiftet hatte, angeschrieben. Im Antwortschreiben teilt mir die Gemeinde, in der eine Straße nach Raymond Couturier benannt ist, mit, dass dort noch ein Neffe des Dora-Opfers lebt, der mir weitere Details mitteilen kann. Da hoffe ich noch …
Außerdem hat mir auch der Conseil Générale des Départements geantwortet und Dokumente zu Raymond aus dem dortigen Archiv geschickt. Danach wurde er am 14.07.1925 in Tocane-St-Apre geboren. Kaum 18-jährig wurde er während einer Razzia in Périgueux am 20. Oktober 1943, also fast genau vor 70 Jahren, verhaftet. Nach unterschiedlichen Angaben war er entweder Student oder Automechaniker. Er wurde als Politischer geführt.
Am 14. Dezember 1943 wurde er von Compiègne nach Buchenwald deportiert, wo er am 16.12.1943 eintraf. Von diesem Transport von insgesamt 933 Personen kehrten nur 498 nach Kriegsende zurück. Von Buchenwald führte Raymonds Leidensweg weiter nach Dora und dann ins Außenlager Ellrich, wo er am 3. März 1945, noch nicht zwanzigjährig, verstarb.
Steffen Liesegang
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: redDie im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
