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Ein Leben lang wohnen bleiben...

Freitag, 11. Oktober 2013, 10:22 Uhr
Die immer älter werdende Gesellschaft macht auch um die Nordhäuser Region keinen Bogen. Neben allen Akteuren des politischen und wirtschaftlichen Lebens müssen sich auch die Vermieter von Wohnungen diesem Fakt stellen. Zum Beispiel im Nordhäuser Aueblick...


In der Wohnungsbaugenossenschaft Südharz rückt der demografische Faktor immer stärker in den Fokus des Strategiekonzeptes “WBG 2020”, denn immerhin sind rund 2.000 Mitglieder der Genossenschaft älter als 70 Jahre.

So wird es am Aueblick aussehen: Eingangsbereich mit angebautem Fahrstuhl (Foto: WBG) So wird es am Aueblick aussehen: Eingangsbereich mit angebautem Fahrstuhl (Foto: WBG)

Schon seit mehreren Jahren wird dieser Entwicklung konsequent Rechnung getragen. Immer mehr Genossenschaftsmitgliedern wird ein lebenslanges Wohnen in ihren Wohnungen angeboten und ermöglicht. So werden nach und nach sämtliche Wohnungen in Erdgeschossen seniorenfreundlich hergerichtet. Das bedeutet eine Reduzierung der Schwellenhöhe, das Anbringen zusätzlicher Handläufe in den Treppenhäusern oder auch die kostenfreie Bereitstellung von Rollator-Garagen.

Lebenslanges Wohnen, das sind aber auch bereits Investitionen mit einem bisherigen Gesamtvolumen von rund 12 Millionen Euro in die "Wohnanlage an der Zichorienmühle" in Nordhausen Nord. So entstanden bereits vor fünf Jahren die von der K&S-Gruppe betriebene Seniorenresidenz mit 120 Pflegeplätzen. Zwei Jahre später fanden 54 ältere WBG-Mitglieder in direkter Nachbarschaft ihr neues zu Hause im Betreuten Wohnen . Die konsequente Fortsetzung dieser Strategie ist nun die Etablierung des "Seniorenwohnens am Aueblick".

Der Blick auf die Balkonseite (Foto: WBG) Der Blick auf die Balkonseite (Foto: WBG)

Hier befinden sich am Aueblick 1 bis 12 drei Häuser der damaligen Bauserie WBS 70. In den kommenden Jahren sollen die fast 150 Wohnungen nicht nur seniorengerecht umgebaut werden, sondern in das Gesamtkonzept des Seniorenwohnens an diesem Wohnungsstandort eingebunden werden. Das bedeutet, dass die WBG-Mitglieder dann nicht nur auf ein barrierearmes Umfeld zurückgreifen können, das sich durch eine moderne Infrastruktur auszeichnet, sondern dass sie auch die seniorenfreundlichen Leistungen in Anspruch nehmen können, die bereits jetzt schon angeboten werden, wie zum Beispiel den mobilen Pflegedienst und die Hauswirtschaftshilfe.

Im Frühjahr 2014 wird mit dem Umbau des Wohnungsstandortes Aueblick 9 bis 12 begonnen. Hier kommt es zu Zuschnittsänderungen der Wohnungen, zum Anbau eines Aufzuges sowie größerer Balkone, die barrierefrei zu begehen sind. Der Zugang zu vielen Wohnungen wird dann mittels Aufzug über das Kellergeschoss und einen Verteilergang im vierten Obergeschoss realisiert. Die Wohnungen in den Erdgeschossen erhalten für ein naturnahes Wohngefühl Terrassen mit kleinen Mietergärten anstatt eines gewöhnlichen Balkons. Mehr als zwei Millionen Euro sollen allein in diesem Haus investiert werden.

Für elf Familien ist der seniorengerechte Umbau an diesem Standort allerdings mit einem Umzug verbunden. Mit den betroffenen WBG-Mitgliedern sind entsprechende Gespräche geführt und bereits die ersten Umzüge realisiert worden. Fast Alle entschieden sich dabei natürlich wieder für eine Wohnung bei der WBG Südharz.

Der Umbau der Häuser Aueblick 5-8 sowie 1-4 soll in den nächsten Jahren folgen. Insgesamt werden - so die bisherigen Planungen - bis zum Jahr 2016 rund sieben Millionen Euro für dieses Wohnkonzept aufgewendet.

“Wir investieren diese Summe, um rund 150 Familien ein vielleicht lebenslanges Wohnen in gewohnter Umgebung zu ermöglichen”, so der Vorstand der WBG abschließend - ganz nach dem WBG-Motto "Wohnen mit Service".
Autor: red

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