Belegschaft besetzt Deusa - Akten abtransportiert
Montag, 16. April 2001, 09:12 Uhr
Nordhausen (nnz). Als sich die Geschäftsführung mit dem Insolvenzverwalter habe Zugang verschaffen wollen, sei es zu einem heftigen Streit mit den Bergleuten gekommen. Mittlerweile dürfe die Betriebsleitung wieder in ihre Büros, aber immer nur in Begleitung zweier Kumpel. Nach Angaben der Chefs seien die Akten nicht betriebsnotwendig für den neuen Besitzer. Ein britischer Investor interessiert sich für das Bergwerk. Bei der Deusa war am Ostersamstag zunächst niemand zu erreichen. Das Konkursverfahren der Deusa Solbergwerke und Aufbereitungs GmbH läuft seit Februar. Der Betrieb hat 103 Beschäftigte und ist einer von zwei noch produzierenden Kali-Betrieben in Thüringen. Die Belegschaft hatte seit dem vergangenen Sommer für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze gekämpft.
Eine Tochterfirma der Slem Industries will nach Angaben des Insolvenzverwalters alle Arbeitsplätze erhalten. Der Gläubigerausschuss hatte Anfang April dem Verkauf zugestimmt. Die Deusa hatte Berichten zufolge insgesamt etwa 25 Millionen Mark Schulden bei 128 Gläubigern. In Bleicherode wird Kali-Salz im Soleverfahren aus dem Berg gespült.
Autor: nnzEine Tochterfirma der Slem Industries will nach Angaben des Insolvenzverwalters alle Arbeitsplätze erhalten. Der Gläubigerausschuss hatte Anfang April dem Verkauf zugestimmt. Die Deusa hatte Berichten zufolge insgesamt etwa 25 Millionen Mark Schulden bei 128 Gläubigern. In Bleicherode wird Kali-Salz im Soleverfahren aus dem Berg gespült.
