Geschnappt und laufen gelassen
Mittwoch, 09. Oktober 2013, 15:31 Uhr
Frank Töpfer, der Inhaber eines Autohauses bei Werther, hat eine unruhige Nacht hinter sich bringen müssen. Sein Autohaus erhielt "Besuch von polnischen Kollegen"...
Gemeinsam mit Kollegen aus Sachsen-Anhalt haben Polizeibeamte aus Nordthüringen in der Nacht zum Mittwoch zwei Reifendiebe dingfest gemacht. Die Vorgeschichte.
Um 22 Uhr wurde die Polizei in Nordhausen von einem Mitarbeiter der "Nordhäuser Wach und Schließ GmbH" darüber informiert, dass in Werther in ein Autohaus eingebrochen wurde und die Täter mit einem weißen Mercedes Sprinter geflüchtet sind. Alle verfügbaren Streifenwagen wurden in die Fahndung einbezogen, Nachbardienststellen und die Autobahnpolizei alarmiert.
Um 22.25 Uhr konnte das verdächtige Auto von einer Nordhäuser Zivilstreife an der Autobahnanschlussstelle Sangerhausen Süd gestoppt werden. Inzwischen war bekannt geworden, dass in Werther ein Maschendrahtzaun aufgeschnitten und mehrere Container aufgebrochen worden waren. Aus den Containern fehlten komplette Radsätze im Wert von etwa 30.000 Euro.
Tatsächlich hatte der gestoppte Sprinter rund 35 fertig montierte Radsätze an Bord. Die Insassen des Wagens, zwei Polen im Alter von 23 und 24 Jahren, wurden vorläufig festgenommen. Nach Abschluss ihrer Vernehmung und der ersten Ermittlungen wurden sie am Mittwoch nach der Zahlung einer Sicherheitsleistung wieder auf freien Fuß gesetzt.
"Ich möchte mich an dieser Stelle für sehr gute Arbeit sowohl des Mitarbeiters der Sicherheitsfirma als auch der Beamten der Nordhäuser Polizei bedanken. Ihnen habe ich es zu verdanken, dass mein Unternehmen nicht auf einem Schaden von rund 30.000 Euro sitzen geblieben ist".
Was Frank Töpfer überhaupt nicht versteht ist die Tatsache, dass man die Männer, die einen schweren Einbruch in seine Firma verübt hatten, gegen Zahlung von einigen Euro weiter hat fahren lassen. "Das geht überhaupt nicht und diese Handlungsweise der Justiz widerstrebt meinem Gerechtigkeitsempfinden. Vielleicht haben die beiden mutmaßlichen Einbrecher auf ihrer Weiterfahrt noch anderen Autohäuser besucht?"
Frank Töpfer ist Innungsobermeister und weiß, welchen Schaden Unternehmen nehmen, die überfallen und ausgeraubt werden. Er fordert als Bürger und Betroffener deshalb ein härteres Vorgehen der deutschen Justiz in solchen Fällen.
Autor: redGemeinsam mit Kollegen aus Sachsen-Anhalt haben Polizeibeamte aus Nordthüringen in der Nacht zum Mittwoch zwei Reifendiebe dingfest gemacht. Die Vorgeschichte.
Um 22 Uhr wurde die Polizei in Nordhausen von einem Mitarbeiter der "Nordhäuser Wach und Schließ GmbH" darüber informiert, dass in Werther in ein Autohaus eingebrochen wurde und die Täter mit einem weißen Mercedes Sprinter geflüchtet sind. Alle verfügbaren Streifenwagen wurden in die Fahndung einbezogen, Nachbardienststellen und die Autobahnpolizei alarmiert.
Um 22.25 Uhr konnte das verdächtige Auto von einer Nordhäuser Zivilstreife an der Autobahnanschlussstelle Sangerhausen Süd gestoppt werden. Inzwischen war bekannt geworden, dass in Werther ein Maschendrahtzaun aufgeschnitten und mehrere Container aufgebrochen worden waren. Aus den Containern fehlten komplette Radsätze im Wert von etwa 30.000 Euro.
Tatsächlich hatte der gestoppte Sprinter rund 35 fertig montierte Radsätze an Bord. Die Insassen des Wagens, zwei Polen im Alter von 23 und 24 Jahren, wurden vorläufig festgenommen. Nach Abschluss ihrer Vernehmung und der ersten Ermittlungen wurden sie am Mittwoch nach der Zahlung einer Sicherheitsleistung wieder auf freien Fuß gesetzt.
"Ich möchte mich an dieser Stelle für sehr gute Arbeit sowohl des Mitarbeiters der Sicherheitsfirma als auch der Beamten der Nordhäuser Polizei bedanken. Ihnen habe ich es zu verdanken, dass mein Unternehmen nicht auf einem Schaden von rund 30.000 Euro sitzen geblieben ist".
Was Frank Töpfer überhaupt nicht versteht ist die Tatsache, dass man die Männer, die einen schweren Einbruch in seine Firma verübt hatten, gegen Zahlung von einigen Euro weiter hat fahren lassen. "Das geht überhaupt nicht und diese Handlungsweise der Justiz widerstrebt meinem Gerechtigkeitsempfinden. Vielleicht haben die beiden mutmaßlichen Einbrecher auf ihrer Weiterfahrt noch anderen Autohäuser besucht?"
Frank Töpfer ist Innungsobermeister und weiß, welchen Schaden Unternehmen nehmen, die überfallen und ausgeraubt werden. Er fordert als Bürger und Betroffener deshalb ein härteres Vorgehen der deutschen Justiz in solchen Fällen.
