Kulturpreis nach Limlingerode
Montag, 03. Mai 2004, 12:07 Uhr
Nordhausen (nnz). Wie die nnz bereits berichtet hatte, wurde der diesjährige Kulturpreis des Regionalverbandes, dem acht Harz-Landkreise in drei Ländern angehören, am vergangenen Wochenende verliehen. An dieser Stelle noch ein weiterer Bericht über die Preisverleihung.
Im August 2003 war der Preis ausgeschrieben worden, die Mitglieder bewarben sich, eine Jury prüfte die ehrenamtliche Tätigkeit auf Herz und Nieren und entschied sich vor allem wegen der all monatlichen niveauvollen Veranstaltungen für die "Dichterstätte". Zum Walpurgis-Empfang wurde die Auszeichnung, die mit 2500 Euro dotiert ist, an die Dichterstätte Sarah Kirsch übergeben.
Vom Landratsamt war die 2. Beigeordnete, Loni Grünwald, gekommen. Gertrud Dachselt, viele Jahre verantwortlich für den Bereich Kultur im Landratsamt Nordhausen, hielt die Laudatio unter der Überschrift "Ein Haus voll Maß und Mitte", die der Förderverein in seiner Publikationsreihe "Briefe von Lange Reihe 11" herausgeben wird. Heidelore Kneffel sprach den Dank der Mitglieder aus. Sie hob hervor, dass es besonders sinnreich sei, dass die Auszeichnung im anmutig gelegenen Ort Langenstein stattfinde, der durch seine geographische Lage und geologischen Besonderheiten zu den sieben schönsten Landschaften in Deutschland gehöre, wie es Johann Wolfgang Goethe und Wilhelm von Humboldt, die sich auch in Langenstein aufhielten, formulierten.
Von dem nahen Bergrücken habe man einen ausgezeichneten Blick auf die Silhouette von Halberstadt, wo Sarah Kirsch ihre Kindheit und Jugend verbrachte. Wörtlich fuhr sie fort: "Eine Freude kommt selten allein! Von einem Ehepaar, das der Dichtkunst sehr zugeneigt ist, erhielten wir in dieser Woche eine ansehnliche Bücherschenkung für die "Bibliothek der Dichterinnen und Dichter" in Limlingerode. Ich benenne die Gabe als "Schenkung von befreundeter Seite", so ist es dem Ehepaar recht. Wenn man dem Förderverein etwas übereignet, so kommt es ja vielen zu Gute, denn die Bibliothek ist zum einen Fundus für unsere monatlichen Programme, vor allem aber soll sie Forschern und Studierenden zur Verfügung stehen. Deshalb hat es uns sehr gefreut, dass wir nun über zahlreiche Erstausgaben von Poeten der Generation von Sarah Kirsch verfügen, z. B. Rainer Kirsch, Karl Mickel, Volker Braun, Reiner Kunze, Wulf Kirsten, Elke Erb. Besonders angetan sind wir von der Reihe "Poesiealbum".
Jedes Heft kommt schlank daher, besitzt 32 Seiten, kostete in der DDR 90 Pfennige und ist grafisch geschmückt. Aus der Taufe gehoben hat es der Lyriker Bernd Jentzsch 1967. Bald war diese Lyrikreihe begehrt. Deutsche und ausländische Poeten wurden vorgestellt, exzellente Graphiker gleichfalls. 1990 wurde diese Publikationsreihe leider eingestellt, die im Verlag Neues Leben in Berlin verlegt wurde. Die "Poesiealben" werden zukünftig für so manches Programm in der "Dichterstätte" hilfreich sein, denn der sehr gute Besuch der Veranstaltungen zeigt uns, dass Poesie trotz so mancher Unkenrufe für zahlreiche Menschen notwendig zum Leben ist."
Autor: nnzIm August 2003 war der Preis ausgeschrieben worden, die Mitglieder bewarben sich, eine Jury prüfte die ehrenamtliche Tätigkeit auf Herz und Nieren und entschied sich vor allem wegen der all monatlichen niveauvollen Veranstaltungen für die "Dichterstätte". Zum Walpurgis-Empfang wurde die Auszeichnung, die mit 2500 Euro dotiert ist, an die Dichterstätte Sarah Kirsch übergeben.
Vom Landratsamt war die 2. Beigeordnete, Loni Grünwald, gekommen. Gertrud Dachselt, viele Jahre verantwortlich für den Bereich Kultur im Landratsamt Nordhausen, hielt die Laudatio unter der Überschrift "Ein Haus voll Maß und Mitte", die der Förderverein in seiner Publikationsreihe "Briefe von Lange Reihe 11" herausgeben wird. Heidelore Kneffel sprach den Dank der Mitglieder aus. Sie hob hervor, dass es besonders sinnreich sei, dass die Auszeichnung im anmutig gelegenen Ort Langenstein stattfinde, der durch seine geographische Lage und geologischen Besonderheiten zu den sieben schönsten Landschaften in Deutschland gehöre, wie es Johann Wolfgang Goethe und Wilhelm von Humboldt, die sich auch in Langenstein aufhielten, formulierten.
Von dem nahen Bergrücken habe man einen ausgezeichneten Blick auf die Silhouette von Halberstadt, wo Sarah Kirsch ihre Kindheit und Jugend verbrachte. Wörtlich fuhr sie fort: "Eine Freude kommt selten allein! Von einem Ehepaar, das der Dichtkunst sehr zugeneigt ist, erhielten wir in dieser Woche eine ansehnliche Bücherschenkung für die "Bibliothek der Dichterinnen und Dichter" in Limlingerode. Ich benenne die Gabe als "Schenkung von befreundeter Seite", so ist es dem Ehepaar recht. Wenn man dem Förderverein etwas übereignet, so kommt es ja vielen zu Gute, denn die Bibliothek ist zum einen Fundus für unsere monatlichen Programme, vor allem aber soll sie Forschern und Studierenden zur Verfügung stehen. Deshalb hat es uns sehr gefreut, dass wir nun über zahlreiche Erstausgaben von Poeten der Generation von Sarah Kirsch verfügen, z. B. Rainer Kirsch, Karl Mickel, Volker Braun, Reiner Kunze, Wulf Kirsten, Elke Erb. Besonders angetan sind wir von der Reihe "Poesiealbum". Jedes Heft kommt schlank daher, besitzt 32 Seiten, kostete in der DDR 90 Pfennige und ist grafisch geschmückt. Aus der Taufe gehoben hat es der Lyriker Bernd Jentzsch 1967. Bald war diese Lyrikreihe begehrt. Deutsche und ausländische Poeten wurden vorgestellt, exzellente Graphiker gleichfalls. 1990 wurde diese Publikationsreihe leider eingestellt, die im Verlag Neues Leben in Berlin verlegt wurde. Die "Poesiealben" werden zukünftig für so manches Programm in der "Dichterstätte" hilfreich sein, denn der sehr gute Besuch der Veranstaltungen zeigt uns, dass Poesie trotz so mancher Unkenrufe für zahlreiche Menschen notwendig zum Leben ist."
