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Kunst auf der Leine

Samstag, 01. Mai 2004, 15:58 Uhr
Nordhausen (nnz). Wäsche waschen muß jeder, aber eine Leine mit bunten Klamotten als Kunst, darauf muß man erst einmal kommen. Drei Frauen aus Leipzig gewannen mit "Buntwäsche" sogar den ersten Preis des Kunstwettbewerbs der Landesgartenschau. Auch die anderen Preisträger gibt es mit einem Klick auf MEHR.

Buntwäsche Eine Installation zeigt eine Wäscheleine mit riesigen Kleidungsstücken, welche mit Nordhäuser Stadtmotiven bedruckt sind. Dieses Werk wurde als erster Preis des offenen internationalen und nationalen Kunstwettbewerbs der Landesgartenschau ausgezeichnet. Das Thema lautete "Heimat".

Übergabe der Preise Die Künstlerinnen Annegret Hänsel, Nadine Grothkopp und Steffi Lischke wollen das Leben in einem Hof zwischen den Häusern als Heimat darstellen. Für eine Stadt sei ein Park der Hof, der anläßlich der 2. Landesgartenschau besonders schön gestaltet wird, erklären die Künstlerinnen. Für den ersten Preis gab es 3.500 Euro, die Oberbürgermeisterin Barbara Rinke heute überreichte.

2.500 Euro für den zweiten Platz gingen an Claudia Buch aus Oberhausen. Ihre Arbeit trägt den Titel "Kondensierte Landschaften" und besteht aus kleinen Kondensmilchschalen mit Motiven bekannter Städte und Gegenden. Das Kunstwerk ist gemeinsam mit vielen anderen in den Räumen der Petersbergschule zu sehen.

Für die Drittplazierte Johanna Sillescu aus Mainz wurden 2.000 Euro übergeben. Sie gestaltete eine Fotocollage mit dem Titel "Fremd bin ich". Die Idee kam ihr beim Hören von Franz Schuberts "Winterreise". Gezeigt werden Naturaufnahmen, persönliche Motive und Buchseiten, die scheinbar wahllos an einer Wand verteilt sind.

Fünf Thüringer Künstler bekamen Sonderpreise zu je 300 Euro: Anne Böschen aus Erfurt für ihre Arbeit "Heimat Lose", Jess Fuller aus Rudolstadt für "Home must be a place for you and me", Christiane Haase aus Weimar mit "Hier", einem auf Nordhausen bezogenen Projekt mit einer kartographierten Erinnerung vor Ort, Verena Kyselka für ihre Videoinstallation "From Overseas" und Katja Schütt aus Gera mit ihrer Arbeit "Zwischen Reiche" einer Installation aus den Spurensicherungen des Alltages".

Achtzehn weitere Künstler präsentieren ihre Arbeiten auf dem Außengelände der Gartenschau und in den Räumen der Petersbergschule.
Autor: wf

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