Traditionsreiche Maidemo
Samstag, 01. Mai 2004, 15:54 Uhr
Nordhausen (nnz). Der erste Mai ist nicht der Tag zum Ausschlafen nach Walpurgis, sondern der Tag der Arbeit. Früher zogen kilometerlange Demonstrationszüge durch Nordhausen, heute gab es eine kleine Kundgebung vor dem Theater.
Trotz langer Nacht der Combino Taufe, einige Nordhäuser fanden sich um 11.00 Uhr auf dem Theaterplatz ein, um für soziale Gerechtigkeit zu demonstrieren. Die Veranstaltung organisierten wie in jedem Jahr Gewerkschaften und linke Parteien. Bündnis 90/ Die Grünen, die PDS und die SPD waren vertreten, genau wie der Deutsche Gewerkschaftsbund und seine Einzelgewerkschaften.
Es gab Informationsstände und Reden, aber keine Fahnen, FDJ- oder Kampfgruppen mehr. Mit den Zwangsveranstaltungen aus DDR- Zeiten hat diese Maifeier nichts zu tun. Wer kam, tat es freiwillig, weil ihm der Kampf für die soziale Gerechtigkeit wichtig ist.
SPD Mitglied und Gewerkschafter Andreas Wieninger äußerte sich kritisch zu den Reformen der Bundesregierung. Er erklärte, daß durch die Verlängerung der Arbeitszeit keine neuen Jobs geschaffen werden und durch einen Billiglohnsektor im Osten die soziale Schere weiter geöffnet wird. Außerdem forderte er die Ausbildungsabgabe damit sich die Unternehmen nicht ihrer Verantwortung für die Jugend entziehen und junge Menschen in ihrer Heimat eine Chance bekommen können.
Ein weiteres Thema war die Osterweiterung der Europäischen Union, die heute vollzogen wurde und bei vielen Menschen für Verunsicherung sorgt. Die Mehrheit der Deutschen vermutet, daß noch mehr Arbeitsstellen abgebaut werden. Mindeststandards für Löhne sollen der Angst entgegenwirken und ein menschenwürdiges Auskommen sichern, schlägt Wieninger vor.
Da demonstrieren hungrig macht, gab es Bratwürste und Erbseneintopf für je einen Euro. An die Kinder wurde mit Spielgeräten vom Horizont Verein ebenfalls gedacht.Die Erwachsenen hörten hinterher Oldies und Jazz statt angestaubter Kampflieder.
Autor: wf
Trotz langer Nacht der Combino Taufe, einige Nordhäuser fanden sich um 11.00 Uhr auf dem Theaterplatz ein, um für soziale Gerechtigkeit zu demonstrieren. Die Veranstaltung organisierten wie in jedem Jahr Gewerkschaften und linke Parteien. Bündnis 90/ Die Grünen, die PDS und die SPD waren vertreten, genau wie der Deutsche Gewerkschaftsbund und seine Einzelgewerkschaften. Es gab Informationsstände und Reden, aber keine Fahnen, FDJ- oder Kampfgruppen mehr. Mit den Zwangsveranstaltungen aus DDR- Zeiten hat diese Maifeier nichts zu tun. Wer kam, tat es freiwillig, weil ihm der Kampf für die soziale Gerechtigkeit wichtig ist.
SPD Mitglied und Gewerkschafter Andreas Wieninger äußerte sich kritisch zu den Reformen der Bundesregierung. Er erklärte, daß durch die Verlängerung der Arbeitszeit keine neuen Jobs geschaffen werden und durch einen Billiglohnsektor im Osten die soziale Schere weiter geöffnet wird. Außerdem forderte er die Ausbildungsabgabe damit sich die Unternehmen nicht ihrer Verantwortung für die Jugend entziehen und junge Menschen in ihrer Heimat eine Chance bekommen können.Ein weiteres Thema war die Osterweiterung der Europäischen Union, die heute vollzogen wurde und bei vielen Menschen für Verunsicherung sorgt. Die Mehrheit der Deutschen vermutet, daß noch mehr Arbeitsstellen abgebaut werden. Mindeststandards für Löhne sollen der Angst entgegenwirken und ein menschenwürdiges Auskommen sichern, schlägt Wieninger vor.
Da demonstrieren hungrig macht, gab es Bratwürste und Erbseneintopf für je einen Euro. An die Kinder wurde mit Spielgeräten vom Horizont Verein ebenfalls gedacht.Die Erwachsenen hörten hinterher Oldies und Jazz statt angestaubter Kampflieder.
