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Spannender Vortrag

Mittwoch, 02. Oktober 2013, 12:48 Uhr
Die Deutsch-Israelische Gesellschaft Nordhausen lädt am 8. Oktober um 18:00 Uhr zu einem Vortrag mit anschließender Diskussion in das Museum Tabakspeicher. Titel ist " Der arabische Frühling und seine Folgen für Israel"...

Referent (Foto: privat) Referent (Foto: privat) Der Referent, Joseph Croitoru, geboren 1960 in Haifa, ist promovierter Historiker und Journalist. In den achtziger Jahren studierte er Geschichte und Kunstgeschichte zunächst in Jerusalem und anschließend in Freiburg i. Br., wo er seit 1988 lebt. Zunächst für die israelische Presse tätig, schreibt er seit 1992 für die Frankfurter Allgemeine Zeitung und die Neue Zürcher Zeitung sowie Beiträge für den Rundfunk.

Der Vortrag beleuchtet die dramatischen Umwälzungen, die die Rebellionen in der arabischen Welt ausgelöst haben, markieren sie doch eine tiefe historische Zäsur. An den südlichen Ufern des Mittelmeers hat sich eine islamistische Achse der Muslimbrüder und ihrer Freunde gebildet. Bis vor kurzem erstreckte sie sich vom Hamas-Staat im Gazastreifen über Ägypten, Libyen und Tunesien bis nach Marokko. Abgesehen von Ägypten, wo im Juli die demokratisch gewählten Muslimbrüder durch einen Militärputsch gestürzt wurden, stellen in den genannten Ländern islamistische Parteien die Regierung oder regieren mit.

Aus Sicht der Islamisten hat der Sturz der arabischen Diktatoren ein neues islamisches Zeitalter eingeläutet. Auch wenn sie sich an die demokratischen Spielregeln halten, so ist ihr Endziel eine Re-Islamisierung der Gesellschaft. Dies streben auch islamistische Milizen in Syrien an, die in den vom Assad-Regime befreiten Gebieten mittlerweile einen wichtigen Machtfaktor darstellen. In Israel scheint man angesichts der Zerschlagung der ägyptischen Muslimbrüder eine Sorge weniger zu haben.

Gleichwohl werden dort die neuerdings aktiven Dschihadisten im Sinai und in Syrien als neue Gefahr angesehen. Bislang ist Israel von den Turbulenzen in der Region, die die israelische Rechte für sich politisch zu instrumentalisieren versteht, weitgehend verschont geblieben. Unter Auswertung israelischer und arabischer Quellen beleuchtet der Vortrag diese Entwicklung. Dabei wird auch die Israelische Regierungspolitik kritisch hinterfragt.

Der Eintritt ist frei. Im Anschluss an den Vortrag besteht die Gelegenheit zur Diskussion mit dem Referenten.
Autor: red

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