Heim nach Nordhausen?
Donnerstag, 29. April 2004, 11:28 Uhr
Nordhausen (nnz). Es gab Zeiten, da arbeitete die Staatsanwaltschaft in Nordhausen. Dann wurde das Landgericht den Mühlhäusern zugeschlagen. Jetzt aber wird Nordhausen vielleicht Oberzentrum und da könnte sich einiges wieder ändern...
Die Staatsanwälte in Mühlhausen und auch die Mitarbeiter des dortigen Landgerichts arbeiten seit Jahren unter katastrophalen Bedingungen. Da ist selbst die Beschreibung DDR-Charme noch kräftig übertrieben. Der Freistaat Thüringen hat den Mühlhäusern zwar immer und immer wieder versprochen, nun möglichst bald ein neues Justizzentrum zu bauen, doch bei den Versprechungen ist es geblieben.
Warum aber, fragen sich einige Politiker? Und manche von den einigen wittern nun Morgenluft. Die Einigen kommen aus dem Landkreis Nordhausen. Sie plädieren seit Wochen schon hinter vorgehaltener Hand für den Bau des neuen Justizzentrum nicht in Mühlhausen, sondern in Nordhausen. Und richtig offiziell soll das nach nnz-Informationen zum ersten Mal im Kreistag am Dienstag gemacht werden. Die SPD-Kreistagsfraktion bereitet derzeit einen Antrag vor, im dem Landrat Joachim Claus (CDU) beauftragt werden soll, mit der Thüringer Landesregierung Gespräche zu dieser Angelegenheit zu führen.
Die Sozialdemokraten des Landkreises führen auch Argumente ins Gespräch. So biete die Stadt Nordhausen mit dem sanierten Amtsgericht und den angrenzenden Freiflächen einen idealen Standort für ein neues Zentrum. Auch am Taschenberg sei einiges möglich, nur ein Flächen- und Immobiliennutzungskonzept müsse her. Und schließlich sei Nordhausen als Landgerichtssitz geografisch besser geeignet als Mühlhausen. Von der A 38 und dem künftigen Oberzentrum ganz zu schweigen.
In Mühlhausen hört man solche Töne nicht gern, noch immer sitzt in der Thomas-Müntzer-Stadt der Stachel der verlorenen Fachhochschul-Schlacht tief und fest. Wenn nun auch noch das Landgericht und Staatsanwaltschaft flötengehen, dann wird wohl einiger Schaum aufgewirbelt werden.
Autor: nnzDie Staatsanwälte in Mühlhausen und auch die Mitarbeiter des dortigen Landgerichts arbeiten seit Jahren unter katastrophalen Bedingungen. Da ist selbst die Beschreibung DDR-Charme noch kräftig übertrieben. Der Freistaat Thüringen hat den Mühlhäusern zwar immer und immer wieder versprochen, nun möglichst bald ein neues Justizzentrum zu bauen, doch bei den Versprechungen ist es geblieben.
Warum aber, fragen sich einige Politiker? Und manche von den einigen wittern nun Morgenluft. Die Einigen kommen aus dem Landkreis Nordhausen. Sie plädieren seit Wochen schon hinter vorgehaltener Hand für den Bau des neuen Justizzentrum nicht in Mühlhausen, sondern in Nordhausen. Und richtig offiziell soll das nach nnz-Informationen zum ersten Mal im Kreistag am Dienstag gemacht werden. Die SPD-Kreistagsfraktion bereitet derzeit einen Antrag vor, im dem Landrat Joachim Claus (CDU) beauftragt werden soll, mit der Thüringer Landesregierung Gespräche zu dieser Angelegenheit zu führen.
Die Sozialdemokraten des Landkreises führen auch Argumente ins Gespräch. So biete die Stadt Nordhausen mit dem sanierten Amtsgericht und den angrenzenden Freiflächen einen idealen Standort für ein neues Zentrum. Auch am Taschenberg sei einiges möglich, nur ein Flächen- und Immobiliennutzungskonzept müsse her. Und schließlich sei Nordhausen als Landgerichtssitz geografisch besser geeignet als Mühlhausen. Von der A 38 und dem künftigen Oberzentrum ganz zu schweigen.
In Mühlhausen hört man solche Töne nicht gern, noch immer sitzt in der Thomas-Müntzer-Stadt der Stachel der verlorenen Fachhochschul-Schlacht tief und fest. Wenn nun auch noch das Landgericht und Staatsanwaltschaft flötengehen, dann wird wohl einiger Schaum aufgewirbelt werden.
