nnz-online

„Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans…“

Montag, 30. September 2013, 10:38 Uhr
„Nichts ist wichtiger, als die Floriansjünger so früh wie möglich an ihre zukünftigen Aufgaben im spektakulären Feuerwehrdienst altersgerecht heranzuführen“, ist sich Kreis-Jugendfeuerwehrwartin Manja Bernsdorf sicher. Dazu gehöre nicht nur, systematisch den Ernstfall zu trainieren, sondern auch den Einsatzablauf kontinuierlich zu üben...

Leistungsabzeichen abgenommen (Foto: privat) Leistungsabzeichen abgenommen (Foto: privat)

„Die wichtigste ‚Nachwuchsschmiede für die Feuerwehr’“ ist die Jugendfeuerwehr“, weiß Bernsdorf. „Sie bietet neben den jugendpflegerischen Maßnahmen sowie dem sozialem Engagement die erforderliche feuerwehrtechnische Ausbildung.“

Welcher Knoten findet in der Feuerwehr Verwendung? Was gehört zur Sicherheit in jeden Haushalt? Diese und andere Fragen mussten die 21 Mitglieder aus den Jugendfeuerwehren Großwechsungen, Heringen, Ilfeld-Wiegersdorf und Uthleben bei der Abnahme des Leistungsabzeichens der Thüringer Jugendfeuerwehr für die sechs bis neun Jährigen in der Stufe 1 (Silber) am vergangenem Samstag im Feuerwehrtechnischen Zentrum Nordhausen richtig beantworten. Für diese erste Prüfung in ihrer Jugendfeuerwehrlaufbahn mussten die 15 Jungen und 6 Mädchen an fünf Stationen ihr feuerwehrtechnisches Können unter Beweis stellen, um sich somit das ersehnte Emblem zu verdienen.

Geprüft wurde in Theorie und Praxis. Auch Kreisbrandinspektor Wilfried Ittershagen konnte sehen, wie der begeisterte Nachwuchs gemeinsam die erforderlichen Aufgaben akkurat ausführte. Schließlich ist Feuerwehrarbeit vor allem eine Gemeinschaftsarbeit. Unter anderem mussten die Prüflinge fünf Geräte erkennen und einen Feuerwehrknoten nach freier Wahl richtig binden. Des Weiteren wurden die Jungkameraden mit einer gestellten Notsituation konfrontiert. Sie mussten zeigen, welche Maßnahmen der Ersten Hilfe man ergreifen muss und wie ein Notruf richtig abgesetzt wird. Das Schiedsrichtergremium, bestehend aus den Jugendfeuerwehrwarten der Ortsfeuerwehren und den Kameraden des DRK Ortsverbandes Heringen, wachte über die Schützlinge und hielt sich streng an die geforderte Richtlinie der Thüringer Jugendfeuerwehr.

Bereits zwei Stunden später, nachdem alle Prüfungen gewissenhaft absolviert wurden, konnte die Kreis-Jugendfeuerwehrwartin Manja Bernsdorf zur Tat schreiten und allen Anwärtern die heiß-erwartete Anstecknadel überreichen, die sie fortan voller Stolz an ihrer Uniform tragen dürfen. Sie betonte, dass solch ein Abzeichen auch in der Erwartung verliehen wird, dass dies „nur“ die erste Stufe sei und sie sich freue, die Ausgezeichneten bis zur Jugendflammenabnahme der Stufe II wieder zu sehen.

Die Kreis-Jugendfeuerwehrwartin bedankte sich ebenfalls bei den Ausbildern für ihre hervorragende Arbeit in den Jugendabteilungen der Freiwilligen Feuerwehren und hob in ihrer Ansprache hervor, dass die „Kleinsten in der Feuerwehr“ ein Vorbild für alle Gleichaltrigen seien. „Die Kinder und Jugendlichen in den 64 Jugendfeuerwehren unseres Landkreises sind die Helden von morgen! Sie sind es, auf denen unsere Hoffnungen ruhen, die die Werte unserer Gesellschaft verkörpern: Hilfsbereitschaft, Verantwortungsbewusstsein, Teamgeist und Disziplin. Getreu nach dem Leitgedanken: "Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr", sagte Manja Bernsdorf.
Autor: red

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 nnz-online.de