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Preis für Nordhäuser Jazzclub

Freitag, 27. September 2013, 14:43 Uhr
Der Jazzclub Nordhausen hat einen "Spielstättenprogrammpreis Rock, Pop, Jazz 2013" am Mittwoch erhalten. Dies ist eine besondere Auszeichnung und macht...

Auszeichnung an Holger Gonska überreicht (Foto: privat) Auszeichnung an Holger Gonska überreicht (Foto: privat)

... die Macher stolz, dass sie dabei gewesen sein konnten. Erstmalig erhielten Live-Musik-Spielstätten aus ganz Deutschland den neu geschaffenen „Spielstättenprogrammpreis Rock, Pop Jazz“. Mit Geldprämien in Höhe von 30.000, 15.000 und 5.000 Euro zeichnet der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien insgesamt 55 Spielstätten sowie Veranstalterinnen und Veranstalter aus, die ein kulturell herausragendes Programm anbieten und damit maßgeblich zum Erhalt der kulturellen Vielfalt in Deutschland beitragen.

Insgesamt gehen an die Spielstätten und Veranstalter 870.000 Euro. Für die Prämien und die Organisation des Preises durch die Initiative Musik gewährte der Bundestag im November 2012 Mittel in Gesamthöhe von eine Million Euro. Das Konzept wurde gemeinsam von der Bundeskonferenz Jazz und der Initiative Musik entwickelt.

„Mit dem neu gegründeten Spielstättenprogrammpreis würdigt die Bundesregierung das Engagement von Clubbetreibern, die ohne oder mit nur wenig öffentlicher Förderung ein ambitioniertes Musikprogramm anbieten“, erklärt Kulturstaatsminister Bernd Neumann: „Es geht um die Wertschätzung von Clubs und Veranstaltungsreihen, die jenseits des Etablierten, mit dem Mut zum Risiko, ein durchaus vielfältiges und qualitativ sehr hochwertiges Liveprogramm vorweisen. Genau diese Risikofreude brauchen wir, wenn sich die Musikszene weiterentwickeln soll. Mit dem Preis unterstreicht die Bundesregierung die Bedeutung solcher Spielstätten für die Rock-, Pop- und Jazzmusik. Nicht zuletzt für die Künstlerinnen und Künstler ist eine lebendige Clublandschaft von fundamentaler Bedeutung.“

Die Gewinner kommen aus nahezu allen Bundesländern und repräsentieren Spielstätten unterschiedlicher Größe, regionaler Lage, Programmaktivität und musikalischer Ausrichtung sowie Veranstalter von Programmreihen.

Innerhalb der dafür geschaffenen drei Kategorien erhält jeweils ein Preisträger die besondere Auszeichnung als „Spielstätte des Jahres“ beziehungsweise „Veranstalter des Jahres 2013“:

Für die Auswahl der Preisträger berief Kulturstaatsminister Neumann eine neunköpfige Fachjury, der Veranstalter, Musiker und Musikerinnen, Produzenten und Journalisten angehören. Den Juryvorsitz übernahm Prof. Dieter Gorny, Aufsichtsratsvorsitzender der Initiative Musik gGmbH. Sie wählte nach eingehenden Prüfungen und Beratungen aus 320 Anträgen die 55 Preisträger aus.

Prof. Dieter Gorny: „Mittlerweile erkennen viele an, dass die Spielstätten, von Jazz bis Rock/Pop, bedeutende Kulturträger sind und wichtige Repräsentanten eines neuen, oftmals auch jüngeren Kulturverständnisses – und damit auch verantwortlich für die kulturelle Attraktivität von Städten. Hier durch Förderungen Zukunftsfähigkeit zu unterstützen ist am Ende immer auch eine Kulturdebatte.

Diesem Preis geht es darum, sie bekannt und ihre engagierte Arbeit öffentlich zu machen. Darüber hinaus sollen die Auszeichnungen auch Diskussionen anregen, die die Verantwortlichen in den Städten mit einbeziehen.“
Autor: red

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