Zeichnungen über die Hölle
Dienstag, 27. April 2004, 12:22 Uhr
Nordhausen (nnz). Ausstellungen in der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora sind so außergewöhnlich nicht. Daß sich die Gedenkstätte an einer Exposition in Italien beteiligt schon. Dazu ein Bericht in Ihrer nnz.
Disegni dal campo di concentramento di Dora” – so heißt eine Sonderausstellung, die am vergangenen Sonntag im italienischen Reggio d’Emilia in Anwesenheit des Vizepräsidenten des Europäischen Parlamentes, Renzo Imbeni, und des südafrikanischen Botschafters in Italien eröffnet wurde.
Die vom Institut für die Geschichte der Resitenza in Reggio (Istoreco) und der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora gemeinsam konzipierte Ausstellung zeigt eindrucksvolle Originalzeichnungen von Carlo Slama, der im September 1944 in Italien verhaftet und über Buchenwald in das KZ Mittelbau-Dora deportiert wurde. Unmittelbar nach seiner Befreiung hielt der gelernte Architekt seine Erinnerung an das KZ Mittelbau-Dora minutiös in einer Serie von rund 50 Skizzen und Zeichnungen fest, von denen viele nun erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt worden sind.
Im Vorfeld der Ausstellung waren vor einigen Wochen bereits 250 Schüler und Schülerinnen aus Reggio nach Nordhausen gereist und hatten das ehemalige Lager Dora und die Stollenanlagen im Kohnstein besichtigt. Solche Besuche und die Ausstellung in Reggio zeigen einmal mehr, das Mittelbau-Dora ein europäischer Erinnerungsort ist, sagte Gedenkstättenleiter Jens-Christian Wagner bei der Ausstellungseröffnung. Nach Italien gebe es enge historische Verbindungslinien, sei doch Mittelbau-Dora im Herbst 1943 das erste Konzentrationslager gewesen, in das nach dem Sturz Mussolinis italienische Soldaten deportiert worden sind. Nur sehr wenige der insgesamt rund 1000 italienischen Militärinternierten im KZ Mittelbau-Dora erlebten noch die Befreiung im Frühjahr 1945. Bis zum 16. Mai wird die Ausstellung noch in den Räumlichkeiten des Istoreco zu sehen sein. Danach geht sie auf die Reise durch verschiedene Schulen und Kultureinrichtungen in Italien.
Autor: nnzDisegni dal campo di concentramento di Dora” – so heißt eine Sonderausstellung, die am vergangenen Sonntag im italienischen Reggio d’Emilia in Anwesenheit des Vizepräsidenten des Europäischen Parlamentes, Renzo Imbeni, und des südafrikanischen Botschafters in Italien eröffnet wurde.
Die vom Institut für die Geschichte der Resitenza in Reggio (Istoreco) und der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora gemeinsam konzipierte Ausstellung zeigt eindrucksvolle Originalzeichnungen von Carlo Slama, der im September 1944 in Italien verhaftet und über Buchenwald in das KZ Mittelbau-Dora deportiert wurde. Unmittelbar nach seiner Befreiung hielt der gelernte Architekt seine Erinnerung an das KZ Mittelbau-Dora minutiös in einer Serie von rund 50 Skizzen und Zeichnungen fest, von denen viele nun erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt worden sind.
Im Vorfeld der Ausstellung waren vor einigen Wochen bereits 250 Schüler und Schülerinnen aus Reggio nach Nordhausen gereist und hatten das ehemalige Lager Dora und die Stollenanlagen im Kohnstein besichtigt. Solche Besuche und die Ausstellung in Reggio zeigen einmal mehr, das Mittelbau-Dora ein europäischer Erinnerungsort ist, sagte Gedenkstättenleiter Jens-Christian Wagner bei der Ausstellungseröffnung. Nach Italien gebe es enge historische Verbindungslinien, sei doch Mittelbau-Dora im Herbst 1943 das erste Konzentrationslager gewesen, in das nach dem Sturz Mussolinis italienische Soldaten deportiert worden sind. Nur sehr wenige der insgesamt rund 1000 italienischen Militärinternierten im KZ Mittelbau-Dora erlebten noch die Befreiung im Frühjahr 1945. Bis zum 16. Mai wird die Ausstellung noch in den Räumlichkeiten des Istoreco zu sehen sein. Danach geht sie auf die Reise durch verschiedene Schulen und Kultureinrichtungen in Italien.
