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Reise in Geschichte und Gegenwart

Dienstag, 17. September 2013, 11:17 Uhr
Diese Reise wird den Südharzer Landsenioren in guter Erinnerung bleiben. Sie führte in das Dreiländereck Deutschland – Belgien – Niederlande. Es war für die 38 Teilnehmer eine geschichtsträchtige Fahrt voller Erlebnisse und Eindrücke. Es berichtet Kurt Frank und Winfried Wilhelm sorgte für die Fotos...


Wer noch nicht wusste, was Printen sind und wie man sie herstellt, erfuhr dies gleich am ersten Reise-Tag anschaulich von Heinz Klein bei einem Besuch seiner berühmten Aachener Familien-Bäckerei in der Franzstraße 91. Die von Hand gemachten Produkte erfreuen Liebhaber in aller Welt. Danach bezog die Reisegesellschaft Quartier im Hotel „Zur Heide“ in Aachen-Lichtenbusch.

Erläutert (Foto: Wilhelm) Erläutert (Foto: Wilhelm)

Wer einmal Bonn, die ehemalige Bundeshauptstadt – sie darf sich heute noch Bundesstadt nennen – besuchen sollte, dem sei das „Haus der Geschichte“ empfohlen. Auf über 4000 Quadratmeter präsentiert sich deutsche Zeitgeschichte auf ihrem Weg vom Ende des Zweiten Weltkrieges bis zur Gegenwart. Lebendig und aktuell. Originalobjekte sind anschaulich in Szene gesetzt. Aufmerksam lauschten die Landsenioren den Ausführungen einer Mitarbeiterin des Hauses (Bild).

Dienstwagen (Foto: Wilhelm) Dienstwagen (Foto: Wilhelm)

Der erste Dienst-Mercedes von Konrad Adenauer (Bild) und der Eisenbahnsalonwagen der Bundeskanzler beleuchten unter anderem die Zeit der Bundeshauptstadt. Untrennbar verbunden damit ist das ehemalige Gästehaus auf dem Petersberg, das einst viele Polit-Größen aus aller Welt beherbergte.

Unterwegs in Bonn (Foto: Wilhelm) Unterwegs in Bonn (Foto: Wilhelm)

Heute Grandhotel (Bild), spendierte dort der Landsenioren-Vorstand der Reisegesellschaft ein Kaffeegedeck. Der Kanzlerbungalow, das Palais Schaumburg, der „Lange Eugen“ und der 162,5 Meter hohe Post Tower spiegeln in der schönen Stadt am Rhein Vergangenheit und Gegenwart wider.

Ein ausgeprägtes Radwegenetz lässt vermuten, dass die Niederländer sich gern auf den Drahtesel schwingen. Hier wie in Belgien wirkte die ländliche Idylle für die Senioren wie Balsam für Seele und Geist. Ausdehnte Wiesen und Weiden, die hierzulande schon selten geworden sind, bestimmen das Bild. Schmucke kleine Häuser, umgeben von peinlicher Sauberkeit, sind pure Freude für das Auge.

Das muss man ihnen lassen: Die Belgier brauen ein gutes Bier. Stark soll es sein. Sechs Prozent sind für die Bierkenner und -trinker in dem kleinen Land nur eine schwache Kür. Elf oder zwölf Prozent, und die verwöhnten Deutschen bekommen nach dem dritten Glas die Wirkung zu spüren. Dem guten Geschmack können die Freunde von Hopfen und Malz hierzulande auch verfallen, wie in der malerischen Abtei in Aubel , Anfang des 13. Jahrhunderts von Mönchen des Zisterzienserordens gegründet, zu hören war.

Geburtsthaus (Foto: Wilhelm) Geburtsthaus (Foto: Wilhelm)

Stadtrundfahrten und ein Bummel durch die Kunst-und Kulturstadt Maastricht, vorbei am Geburtshaus (Bild) des Star-Geigers Andre Rieu, durch Lüttich, wo sich historische Eleganz und traditionelle Industrie harmonisch vereinen, und durch Aachen rundeten die 5-Tage-Fahrt ab. Steffen Keitel vom gleichnamigen Reiseunternehmen aus Hainrode fuhr seine Bordinsassen ohne Fehl und Tadel durch die Lande. Eine Reise, die, bis auf das Wetter, eigentlich keine Wünsche offen ließ, zog Herbert Weschcke, der Vereinschef, Resümee und dankte Marina Döring für die Organisation

1996 gegründet, zählt die Vereinigung der Landsenioren im Südharz derzeit 120 Mitglieder. Als nach der Wende ein vorher festes Gefüge auseinanderbrach, gab sie den älteren Menschen im ländlichen Raum Heimat, fördert wie in einer großen Familie ein freundschaftliches Miteinander und Füreinander. Beleg dafür ist das jeweilige Jahresprogramm. Es enthält auch Tagesfahrten, Jubiläums-Feiern, Aufmerksamkeiten zu Geburtstagen, Sommerfest, Martini- und Weihnachtsfeier und vieles andere mehr.
Kurt Frank
Autor: red

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