Käufer treiben Konjunktur
Dienstag, 10. September 2013, 13:22 Uhr
Niedrige Zinsen und Zweifel an der langfristigen Geldwertstabilität lockern den Geldbeutel der Deutschen. Es wird wieder mehr konsumiert. So stieg der Konsumklimaindex der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im August auf den höchsten Stand seit sechs Jahren...
Vor allem für Urlaub und Freizeit, aber auch langlebige Wirtschaftsgüter, wie Möbel und Immobilien, wird verstärkt Geld ausgegeben, erklärt Gerald Grusser, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt. Parallel dazu sei die Sparquote in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken.
Die Konjunkturexperten beim Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) schätzen, dass der private Konsum in diesem Jahr inflationsbereinigt um 1,1 Prozent zulegen wird und damit in etwa so stark ansteigt wie die Reallöhne. Von dieser Entwicklung würde vor allem die deutsche Wirtschaft profitieren. Bereits im zweiten Quartal dieses Jahres wuchs die Wirtschaftsleistung um 0,7 Prozent, so viel wie seit 2011 nicht mehr.
Im Thüringer Einzelhandel hingegen bleibt die Geschäftslage angespannt. Obwohl der Arbeitsmarkt einen historischen Tiefstand erreicht hat, handeln die Thüringer Verbraucher eher zurückhaltend, so der IHK-Chef. Dementsprechend beurteile fast jeder zweite der befragten Händler die aktuelle Situation mit schlecht. Allerdings mit erheblichen regionalen Unterschieden. Während sich die größeren Städte und Einkaufszentren einer regen Nachfrage erfreuen, leidet die ländliche Region, sagt Grusser. So liege die Kaufkraft in Thüringen mit einem Index von 89 noch um einiges unter dem Bundesdurchschnitt (100).
Anhaltend positiv seien jedoch die Erwartungen bei den Internet-Händlern. So würden rund 83 Prozent der Online-Händler davon ausgehen, dass sich die Geschäftslage weiter verbessert oder zumindest stabil bleibt. Nicht wenige planten deshalb, ihre Shops zu erweitern.
Autor: redVor allem für Urlaub und Freizeit, aber auch langlebige Wirtschaftsgüter, wie Möbel und Immobilien, wird verstärkt Geld ausgegeben, erklärt Gerald Grusser, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt. Parallel dazu sei die Sparquote in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken.
Die Konjunkturexperten beim Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) schätzen, dass der private Konsum in diesem Jahr inflationsbereinigt um 1,1 Prozent zulegen wird und damit in etwa so stark ansteigt wie die Reallöhne. Von dieser Entwicklung würde vor allem die deutsche Wirtschaft profitieren. Bereits im zweiten Quartal dieses Jahres wuchs die Wirtschaftsleistung um 0,7 Prozent, so viel wie seit 2011 nicht mehr.
Im Thüringer Einzelhandel hingegen bleibt die Geschäftslage angespannt. Obwohl der Arbeitsmarkt einen historischen Tiefstand erreicht hat, handeln die Thüringer Verbraucher eher zurückhaltend, so der IHK-Chef. Dementsprechend beurteile fast jeder zweite der befragten Händler die aktuelle Situation mit schlecht. Allerdings mit erheblichen regionalen Unterschieden. Während sich die größeren Städte und Einkaufszentren einer regen Nachfrage erfreuen, leidet die ländliche Region, sagt Grusser. So liege die Kaufkraft in Thüringen mit einem Index von 89 noch um einiges unter dem Bundesdurchschnitt (100).
Anhaltend positiv seien jedoch die Erwartungen bei den Internet-Händlern. So würden rund 83 Prozent der Online-Händler davon ausgehen, dass sich die Geschäftslage weiter verbessert oder zumindest stabil bleibt. Nicht wenige planten deshalb, ihre Shops zu erweitern.
