Schuldfrage geklärt
Dienstag, 20. April 2004, 13:17 Uhr
Nordhausen (nnz). Im Bereich der IHK Erfurt, zu dem auch der Landkreis Nordhausen gehört, sind im ersten Quartal dieses Jahres deutlich weniger Ausbildungsplätze angeboten worden als im Vorjahreszeitraum. Und die Kammer hat auch schon einen Schuldigen dafür ausgemacht...
Die aktuelle Diskussion um die Einführung einer Ausbildungsplatzabgabe wirke sich bereits negativ auf das gegenwärtige Lehrstellenangebot aus, schätzt IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser ein. Im 1. Quartal 2004 seien die in der IHK registrierten Vertragsverhältnisse im Vergleich zum Vorjahr um 15 Prozent zurückgegangen. Bis zum 31. März konnten wir 595 Ausbildungsverträge eintragen. Das sind immerhin 110 weniger als im gleichen Zeitraum 2003, rechnet Grusser vor. Dabei hätte die Kammer ihre Anstrengungen um zusätzliche Ausbildungsplätze verstärkt und allein seit Jahresbeginn in 3.890 Betrieben um Lehrstellen geworben.
Besonders spürbar sei der Rückgang in den klein- und mittelständischen Unternehmen der IT-Branche, im Hotel- und Gastgewerbe sowie im Handel. Die Firmen, die sich die Ausbildung aus finanziellen Gründen bisher nicht leisten konnten, werden durch die drohende Abgabe noch mehr belastet und die Betriebe, die über ihren Bedarf und ihre zukünftig vorgeschriebene Quote ausbilden, warten auf mögliche Prämienzahlungen vom Staat, gibt Grusser die bisherigen Erfahrungen der Kammer in den Unternehmen wieder.
Wer dieses Gesetz beschließt, muss wissen, dass er mitverantwortlich ist für steigende Jugendarbeitslosigkeit und die Vergrößerung der Ausbildungsplatzlücke, so der IHK-Hauptgeschäftsführer. Er empfiehlt den Unternehmen, sich nicht von den Eskapaden der Politik beeinflussen zu lassen und auf den tatsächlichen Bedarf an Fachkräftenachwuchs zu konzentrieren.Trotz der derzeitigen Entwicklung wolle die IHK Erfurt mit ihrer Ausbildungsoffensive 2004 ca. 400 neue Ausbildungsbetriebe und über 6.000 Lehrstellen einwerben und das sehr gute Vorjahresergebnis wiederholen.
Autor: nnzDie aktuelle Diskussion um die Einführung einer Ausbildungsplatzabgabe wirke sich bereits negativ auf das gegenwärtige Lehrstellenangebot aus, schätzt IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser ein. Im 1. Quartal 2004 seien die in der IHK registrierten Vertragsverhältnisse im Vergleich zum Vorjahr um 15 Prozent zurückgegangen. Bis zum 31. März konnten wir 595 Ausbildungsverträge eintragen. Das sind immerhin 110 weniger als im gleichen Zeitraum 2003, rechnet Grusser vor. Dabei hätte die Kammer ihre Anstrengungen um zusätzliche Ausbildungsplätze verstärkt und allein seit Jahresbeginn in 3.890 Betrieben um Lehrstellen geworben.
Besonders spürbar sei der Rückgang in den klein- und mittelständischen Unternehmen der IT-Branche, im Hotel- und Gastgewerbe sowie im Handel. Die Firmen, die sich die Ausbildung aus finanziellen Gründen bisher nicht leisten konnten, werden durch die drohende Abgabe noch mehr belastet und die Betriebe, die über ihren Bedarf und ihre zukünftig vorgeschriebene Quote ausbilden, warten auf mögliche Prämienzahlungen vom Staat, gibt Grusser die bisherigen Erfahrungen der Kammer in den Unternehmen wieder.
Wer dieses Gesetz beschließt, muss wissen, dass er mitverantwortlich ist für steigende Jugendarbeitslosigkeit und die Vergrößerung der Ausbildungsplatzlücke, so der IHK-Hauptgeschäftsführer. Er empfiehlt den Unternehmen, sich nicht von den Eskapaden der Politik beeinflussen zu lassen und auf den tatsächlichen Bedarf an Fachkräftenachwuchs zu konzentrieren.Trotz der derzeitigen Entwicklung wolle die IHK Erfurt mit ihrer Ausbildungsoffensive 2004 ca. 400 neue Ausbildungsbetriebe und über 6.000 Lehrstellen einwerben und das sehr gute Vorjahresergebnis wiederholen.
