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Anstoß: Harz künftig einheitlich vermarkten

Mittwoch, 11. April 2001, 09:35 Uhr
Beratung Nordhausen (nnz). Der Anschub, über eine Neuorientierung der Vermarktung der Harzregion in ihrer Gesamtheit nachzudenken, kam von den Landräten der Landkreise Nordhausen und Sangernhausen, Joachim Claus und Dr. Volker Pietsch (beide CDU). Ins Bielener Landgasthaus "Zur Goldenen Aue" hatte Joachim Claus neben Vertretern der acht Harzlandkreise auch den Geschäftsführer des Regionalverbandes Harz eingeladen (nnz-Foto).
Hintergrund der Einladung ist die Vorstellung, den Tourismus im Harz, aber auch alle naturschutzrechtlichen Aktivitäten in einem Verband zu bündeln. Das würde die Arbeit nicht nur konzentrieren, sondern auch viel effektiver gestalten. "Eine einheitliche Vermarktung und Betreuung einer ganzen Region wird letztlich Vorteile für alle Landkreise mit sich bringen", so Claus zur nnz. Auf vornehme Zurückhaltung stößt die Idee nach nnz-Recherchen vorerst noch in den sogenannten West-Harz-Kreisen. Die gewachsenen Strukturen im Westharz müssen immer mehr mit der aufkommenden Konkurrenz aus dem "Osten" zurechtkommen. Warum also diese Situation weiter verstärken, warum miteinander statt gegeneinander agieren, fragt Joachim Claus.
Dem ersten Gespräch am gestrigen Abend werden weitere Treffen folgen. Konkrete Ergebnisse waren gestern nicht zu erwarten. Dazu ist dieses Thema immer noch zu sensibel, auf die Tagesordnung müsse es dennoch, wenn der Harz in seiner Gesamtheit als Region in allen Belangen in Deutschland seine Chance wahren wolle.
Autor: nnz

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