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Mittwoch, 04. September 2013, 06:36 Uhr
Der Verein "autismus Südharz" hat sich - wie etwa 500 weitere Bewerber – für den Thüringer Engagement-Preis 2013 beworben und schaffte es als kleiner Nordhäuser Elternverein bislang unter die ersten Fünf in der Sparte: Gemeinnütziger Sektor. Jetzt, liebe Leser der nnz, können Sie ganz einfach den Verein unterstützen...


Das Online-Voting vom 2. Bis 16. September 2013 entscheidet zusätzlich zur Jury über die Vergabe des Preises. Wir könnten die Anerkennung und die finanzielle Unterstützung gut gebrauchen. Wenn Ihr der Meinung seid, dass wir ihn verdient haben, dann freuen wir uns über Eure Stimmabgabe unter: www.thueringer-engagement-preis.de

Warum? Der Verein autismus Südharz setzt sich seit Juni 2000 als eigenständiger, mildtätiger Elternverein für die Interessen der von Autismus betroffenen Menschen und ihrer Angehörigen und gegen deren Benachteiligung in der Südharzer Region ein. Mitglieder sind Eltern und Betroffene selbst.

Das Engagement erfolgt ausschließlich ehrenamtlich in der eng bemessenen Freizeit des sehr strukturierten Familiengeschehens neben Beruf sowie der anspruchsvollen Pflege- und Betreuungssituation. Mit beharrlicher Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit ist es zunehmend gelungen, dass den Menschen, vor allem Kindern, mit dieser tiefgreifenden Entwicklungsstörung, die auf einer veränderten Wahrnehmung der eigenen Person und der Umwelt beruht, mit Respekt begegnet wird und sie vermehrt in geeigneter Form gefördert und integriert werden.

Durch Ausstellungen, Vorträge, Freizeitaktionen, Elterntreffen, Fachtagungen und vieles mehr wird auf die lebenslange Behinderung in Fachkreisen, Behörden sowie Kinder –und medizinischen Einrichtungen seltener skeptisch, dafür häufiger aufgeschlossen und bedarfsorientiert reagiert. Die Vernissage zur Ausstellung „Die Welt anders gesehen“ im Frühjahr 2013 mit beeindruckenden Werken von Autisten öffnete distanzierten Besuchern Augen und Ohren und förderte die Anerkennung für diese Menschen und ihre unglaublichen Leistungen.

Im Mai 2011 wurde gemeinsam mit einer Nordhäuser Studentin durch Freiwilligenmanagement ein mutiges Projekt: „Freizeit mit Autismus“ geboren. Junge Autisten verbringen Freizeit mit Studenten der Fachhochschule Nordhausen, indem sie gemeinsam schwimmen, bowlen, wandern, Eis essen, kommunizieren, kicken, wii spielen, kochen, grillen, Ausflüge machen und einfach sie selbst sind. Höchstes Engagement und Verantwortungsbewusstsein sowie absolute Zuverlässigkeit sind hierfür die Basis. In eigener, freier Trägerschaft stellt sich der Elternverein der Aufgabe gelebter Inklusion – vermutlich als erster bzw. einziger in dieser Form.
Simone Urban

Mehr Infos unter: http://www.autismus-nordhausen.de
Autor: red

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