BUND warnt und macht Druck
Montag, 19. April 2004, 14:29 Uhr
Nordhausen (nnz). Einen Tag der entscheidenden Sitzung des Thüringer Kabinetts hat der BUND vor Ausweitung des Gipsabbaus im Südharzgewarnt. Die Folgen für Natur und Tourismus wären verheerend.
Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) warnt die Landesregierung vor einer Ausweitung des Gipsabbaus im Südharz. Im Streit um eine teilweise Abtragung des Winkelberges nördlich von Nordhausen dürfe sich das Land den Interessen der Industrie nicht beugen, sagte BUND-Landesgeschäftsführer Burkhard Vogel heute in Erfurt. Den Angaben der Naturschützer zufolge wird das Kabinett voraussichtlich morgen entscheiden, welche Landesflächen der Europäischen Union (EU) als besonders geschützte Gebiete nachgemeldet werden.
Während sich Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz und Ministerpräsident Dieter Althaus (beide CDU) für eine Einbeziehung des 18 Hektar großen Areals am Winkelberg in die geschützten Gebiete ausgesprochen hätten, machten das Umweltministerium und Teile der CDU-Landtagsfraktion Druck für eine Freigabe des Gipsabbaus. Laut Vogel drohen dann jedoch verheerende Auswirkungen für Natur und Tourismus.
Für die Nachmeldung des Winkelberges hat sich gegenüber nnz auch Dagmar Becker ausgesprochen. Die sozialdemokratische Landtagsabgeordnete forderte Ministerpräsident Althaus auf, zu seinem Wort zu stehen. Sein mehrfach gegebenes Versprechen, daß es am Winkelberg keinen Gipsabbau mehr geben werde, könne nur dann umgesetzt werden, wenn der Winkelberg als FFH-Gebiet endgültig geschützt werde, meinte Becker. "Sollte sich Althaus erneut der Blockade seines Umweltministers Sklenar beugen, wäre die Glaubwürdigkeit der Landesregierung vollends zerstört", so die umweltpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion.
Autor: nnzDer Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) warnt die Landesregierung vor einer Ausweitung des Gipsabbaus im Südharz. Im Streit um eine teilweise Abtragung des Winkelberges nördlich von Nordhausen dürfe sich das Land den Interessen der Industrie nicht beugen, sagte BUND-Landesgeschäftsführer Burkhard Vogel heute in Erfurt. Den Angaben der Naturschützer zufolge wird das Kabinett voraussichtlich morgen entscheiden, welche Landesflächen der Europäischen Union (EU) als besonders geschützte Gebiete nachgemeldet werden.
Während sich Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz und Ministerpräsident Dieter Althaus (beide CDU) für eine Einbeziehung des 18 Hektar großen Areals am Winkelberg in die geschützten Gebiete ausgesprochen hätten, machten das Umweltministerium und Teile der CDU-Landtagsfraktion Druck für eine Freigabe des Gipsabbaus. Laut Vogel drohen dann jedoch verheerende Auswirkungen für Natur und Tourismus.
Für die Nachmeldung des Winkelberges hat sich gegenüber nnz auch Dagmar Becker ausgesprochen. Die sozialdemokratische Landtagsabgeordnete forderte Ministerpräsident Althaus auf, zu seinem Wort zu stehen. Sein mehrfach gegebenes Versprechen, daß es am Winkelberg keinen Gipsabbau mehr geben werde, könne nur dann umgesetzt werden, wenn der Winkelberg als FFH-Gebiet endgültig geschützt werde, meinte Becker. "Sollte sich Althaus erneut der Blockade seines Umweltministers Sklenar beugen, wäre die Glaubwürdigkeit der Landesregierung vollends zerstört", so die umweltpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion.
