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Gedenken

Montag, 02. September 2013, 18:29 Uhr
Dieser 2. Weltkrieg Krieg sei nicht über Nacht über die Menschen gekommen. Es war eine geplante, von Menschen gemachte Katastrophe. Das sagte Nordhausens Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh...

Gedenken (Foto: P. Grabe|Stadtverwaltung Nordhausen) Gedenken (Foto: P. Grabe|Stadtverwaltung Nordhausen)

...bei der Gedenkveranstaltung zum Weltfriedenstag am 1. September vor dem Nordhäuser Rathaus. Der Krieg sei von den Deutschen in die Welt getragen worden, „er brachte millionenfachen Tod für die Juden, die Völker der Sowjetunion, unserer europäischen Nachbarn. Auch viele Deutsche musste mit ihrem Leben bezahlen – 8800 allein in den zwei April-Tagen 1945, als der Krieg mit den fürchterlichen Bombardierungen in unserer Stadt Einzug hielt.“

Der 1. September sei deshalb auch insbesondere für Nordhausen ein Tag der Mahnung. „Gewalt ist eben kein Mittel zur Lösung von Konflikten.“ Man müsse mahnen gerade für die Kinder und deren Zukunft – auch angesichts der zahlreichen aktuellen tödlichen Konflikte und Kriege. „Diese sind nur selten ein gutes Mittel, um Frieden zu schaffen“, sagte Dr. Zeh weiter. Er hoffe, dass sich in Syrien ein richtiger Weg finden lasse, um die Aggressoren zu stoppen.

„Frieden beginnt mit Worten und im anständigen Umgang unter uns Demokraten“, so Zeh weiter. „Wer andere verletzt und Wunden schlägt, erntet keinen Frieden. Wer nur an der Durchsetzung egoistischer Ziele interessiert ist, wird langfristig in der Demokratie ohne Erfolg bleiben.

Wer mit Ellenbogen – egal, ob am Arbeitsplatz, im Privaten oder in der Politik – agiert, wird scheitern.“ Demokratie bedeute oft auch Streit – „aber eben Streit um die besten Lösungen, für die Menschen, für die man Verantwortung trägt.“
Autor: red

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