nnz-online

Musik liegt in der Luft

Donnerstag, 29. August 2013, 12:38 Uhr
Eigentlich bedürfte es gar keiner künstlichen oder auch künstlerischen, mit Musikinstrumenten erzeugten Klänge, um beim Besucher, der sich einigermaßen einen Sinn für Romantik bewahrt hat, Saiten zum Klingen zu bringen. Und trotzdem liegt in Großlohra für einen Tag Musik in der Luft...

Blasmusik liegt in der Luft (Foto: Eduard Seifert) Blasmusik liegt in der Luft (Foto: Eduard Seifert)

Allein schon die Landschaft, die man oberhalb der Freilichtbühne in Friedrichslohra in den Blick bekommt, „ist Musik“: rechts die Burg Lohra, geradeaus der weite Blick bei schönem Wetter bis zum Rückstandsberg in Sangerhausen – Wettelrode, links der Höhenzug des Harzes mit dem Brocken. Umso mehr ist dann aber doch die Idee zu preisen, die man vor reichlich 40 Jahren hatte: in diese Idylle noch eine Freilichtbühne zu bauen.

Zum nun schon 41. Male wird hier am kommenden Sonntag das traditionelle Blasmusikfest stattfinden. Ein bisschen abgespeckt, denn es musste gegenüber den ursprünglichen Planungen um eine Woche verschoben werden. Die Einschulungsfeiern rundum machten diesmal einen Strich durch die ursprünglichen Rechnungen. So steht diesmal kein Zelt von einer Seniorenveranstaltung für schlechtes Wetter zur Verfügung – der Vertrag mit Petrus für das Sonntagswetter bekommt dadurch ein stärkeres Gewicht. Auch der ökumenische Gottesdienst zum Beginn des Festes wird diesmal nicht stattfinden, da dieser Programmpunkt durch die zeitliche Verschiebung mit anderen kirchlichen Terminen kollidierte.

Fünf Orchester werden um 13 Uhr ihre Visitenkarte abgeben: neben den gastgebenden „Hainleite-Musikanten“ sind das die „Hainröder Dorfmusikanten“, das vereinigte Bergmanns-Blasorchester Bleicherode/Sondershausen, die Original-Dippelsbacher Musikanten aus Alsdorf in Sachsen-Anhalt. Mit besonderer Freude wird man darüber hinaus aber sicher wieder die Maintal-Musikanten aus Hirschfeld-Grafenrheinfeld begrüßen, die die „musikalische Begleiterscheinung“ einer Nachwende-Partnerschaft mit dieser fränkischen Gemeinde waren und geblieben sind.

Grafenrheinfeld liefert nicht nur Strom aus seinem Atomkraftwerk, sondern auch einen musikalischen Strom mit fränkisch-bayrischen Klängen , der ins Gemüt und in die Glieder fährt. Bei ihrem letzten Besuch vor mehreren Jahren musizierten sie auch gemeinsam mit den Hainleite Musikanten.

Nach der Begrüßung um 13 Uhr beginnt das Konzert um 14 Uhr. Zuvor kann man auch noch etwas für das leibliche Wohl tun, es gibt Erbsensuppe und/oder Gegrilltes. Auch für die Unterhaltung und einige Schleckereien für die kleinen Besucher ist gesorgt.

Wer also einen Nachmittag lang etwas für Leib und Sinne tun will, ist an der Freilichtbühne in Friedrichslohra an der richtigen Stelle!
Eduard Seifert
Autor: red

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 nnz-online.de