Mitglieder gegen Biosphärenreservat
Mittwoch, 28. August 2013, 07:31 Uhr
Die Mitglieder des Hauptausschusses der Gemeinde Harztor trafen sich zu ihrer ersten Sitzung nach der Sommerpause. Neben der Anpassung von Satzungen beschäftigten sie sich auch mit der Entwicklung eines Biosphärenreservates...
Wie steht die Gemeinde Harztor zu Entwicklung des von der UNESCO initiierten Biosphärenreservates Karstlandschaft Südharz in Thüringen, fragte Stephan Klante, Bürgermeister der Gemeinde Harztor und informierte die Mitglieder über eine Anhörung am 13. September. Nahezu 100 Prozent der Gemarkung ist Bestandteil dieser Planungen.
Das Biosphärenreservat soll sich von Sachsen Anhalt über den Südharz bis nach Niedersachsen erstrecken und ist in drei Zonen aufgeteilt. Kernzonen sind von der wirtschaftlichen Nutzung ausgeschlossen, jedoch sind traditionelle Formen zugelassen. Der Mühlberg in Niedersachswerfen würde sich zu 100 Prozent in einer Kernzone befinden, das ist problematisch, meint Klante. Auch die Pflegezone, in der sich viele landwirtschaftlich genutzte Flächen befinden, ist mit Auflagen belegt. Lediglich in der Entwicklungszone ist eine touristische Nutzung möglich.
Da die Regeln von einer Verwaltung per Verordnung erlassen werden, kann die Gemeinde nicht mehr selbstbestimmt handeln. Insgesamt würde die Entwicklung des Biosphärenreservates das Aus für den Gipskarstwanderweg bedeuten, erklärte der Bürgermeister. Eingegangene Stellungnahmen des Unternehmerverbandes, des Bauerverbandes und der Agrargenossenschaften sprechen sich gegen die Entwicklung aus. Sämtliche Pläne für die Ortsumfahrung wären hinfällig, gibt auch der Niedersachswerfer Ortsteilbürgermeister Ulrich Wilke zu bedenken.
In der anschließenden Abstimmung sprachen sich alle Mitglieder des Hauptausschusses gegen die Entwicklung des Biosphärenreservates aus. Der Gemeinderat wird am 11. September darüber diskutieren.
Gegenstand der Finanzausschusssitzung waren die Anpassungen der Friedhofs- und Friedhofsgebührensatzung, der Satzungen für die Gemeindebibliothek und der Benutzungs- und Gebührensatzung der Heimatstube. Der Ausschuss empfiehlt die Anpassung, sagte der Vorsitzende Günther Steikert.
Auch das Thema "Bauhof" konnte nun abgeschlossen werden. Die Gemeinde Harztor wird mit dem kommunalen Bauhof in das nächste Jahr starten, sagte Stephan Klante, Bürgermeister der Gemeinde Harztor. Zwei befristete Stellen zur Aufstockung des Personals wurden ausgeschrieben. Mitte nächsten Jahres sollen die Arbeitsleistungen des Bauhofs überprüft werden. Für Sonderleistungen wurden Ausschreibungen erarbeitet.
Sandra Witzel
Autor: redWie steht die Gemeinde Harztor zu Entwicklung des von der UNESCO initiierten Biosphärenreservates Karstlandschaft Südharz in Thüringen, fragte Stephan Klante, Bürgermeister der Gemeinde Harztor und informierte die Mitglieder über eine Anhörung am 13. September. Nahezu 100 Prozent der Gemarkung ist Bestandteil dieser Planungen.
Das Biosphärenreservat soll sich von Sachsen Anhalt über den Südharz bis nach Niedersachsen erstrecken und ist in drei Zonen aufgeteilt. Kernzonen sind von der wirtschaftlichen Nutzung ausgeschlossen, jedoch sind traditionelle Formen zugelassen. Der Mühlberg in Niedersachswerfen würde sich zu 100 Prozent in einer Kernzone befinden, das ist problematisch, meint Klante. Auch die Pflegezone, in der sich viele landwirtschaftlich genutzte Flächen befinden, ist mit Auflagen belegt. Lediglich in der Entwicklungszone ist eine touristische Nutzung möglich.
Da die Regeln von einer Verwaltung per Verordnung erlassen werden, kann die Gemeinde nicht mehr selbstbestimmt handeln. Insgesamt würde die Entwicklung des Biosphärenreservates das Aus für den Gipskarstwanderweg bedeuten, erklärte der Bürgermeister. Eingegangene Stellungnahmen des Unternehmerverbandes, des Bauerverbandes und der Agrargenossenschaften sprechen sich gegen die Entwicklung aus. Sämtliche Pläne für die Ortsumfahrung wären hinfällig, gibt auch der Niedersachswerfer Ortsteilbürgermeister Ulrich Wilke zu bedenken.
In der anschließenden Abstimmung sprachen sich alle Mitglieder des Hauptausschusses gegen die Entwicklung des Biosphärenreservates aus. Der Gemeinderat wird am 11. September darüber diskutieren.
Gegenstand der Finanzausschusssitzung waren die Anpassungen der Friedhofs- und Friedhofsgebührensatzung, der Satzungen für die Gemeindebibliothek und der Benutzungs- und Gebührensatzung der Heimatstube. Der Ausschuss empfiehlt die Anpassung, sagte der Vorsitzende Günther Steikert.
Auch das Thema "Bauhof" konnte nun abgeschlossen werden. Die Gemeinde Harztor wird mit dem kommunalen Bauhof in das nächste Jahr starten, sagte Stephan Klante, Bürgermeister der Gemeinde Harztor. Zwei befristete Stellen zur Aufstockung des Personals wurden ausgeschrieben. Mitte nächsten Jahres sollen die Arbeitsleistungen des Bauhofs überprüft werden. Für Sonderleistungen wurden Ausschreibungen erarbeitet.
Sandra Witzel
