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nnz-Forum: Befremden

Freitag, 16. April 2004, 12:01 Uhr
Nordhausen (nnz). In die Diskussion um ein Biosphärenreservat im Südharz kommt langsam Bewegung. Solch eine eventuelle Ausweisung trifft selbst im Südharz nicht nur auf Zustimmung. Dazu eine Meinung im Forum der nnz.


Als Vorsitzender des Harzklubzweigvereins Neustadt/Osterode bekam ich eine Einladung zur Fachtagung Biosphärenreservat/Karstlandschaft im Südharz. Leider kann ich diesen Termin nicht wahrnehmen, da ich durch eine Familienfeier verhindert bin. Aus diesem Grund möchte ich meine Gedanken dazu in der nnz veröffentlichen. Das Karstgebiet Südharz durchgehend als FFH-Gebiet festzuschreiben, wie es unser Ministerpräsident öffentlich ausgesprochen hat, finde ich gut. Damit wäre einem Gipsabbau Einhalt geboten, und der Tourismus könnte sich weiter entwickeln. Die Gipstransporte durch den Luftkurort Neustadt wären dem Tourismus sehr abträglich. Gerne führen wir Wanderer durch das Gipskarstgebiet mit seiner Artenvielfalt an Pflanzen und Tieren.

Die Tatsache, dass eine Diskussion um das Biosphärenreservat ins Spiel gebracht wird, befremdet mich etwas. Solch ein Reservat in der Kernzone hat auch viele Nachteile. Die privaten Waldbesitzer dürfen keine Waldernte mehr betreiben, und die Infrastruktur würde auf der Stelle treten. Ob eine Imbissstube oder ein Hotel, alles müsste sich dem Biosphärenreservat unterordnen. Ich denke, da sind auch Verhandlungen mit den angrenzenden Ländern nötig, um gemeinsam agieren zu können. Da müssen die Interessen aller Beteiligten berücksichtigt werden.

Ich denke, die Veranstaltung am Samstag wird manche Frage klären können, aber meine Frau, als Fraktionsvorsitzende der CDU im Gemeinderat Neustadt, und ich als Vorsitzender des Harzklubzweigvereins warnen davor, das Ganze zum Wahlkampfthema zu machen.
Joachim Schoolmann, Neustadt

Anmerkung der nnz-Redaktion: Die im nnz-Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Autor: nnz

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